Hauptschule Bünde
 Hauptschule Bünde

Freuen sich über den Erfolg beim Landeswettbewerb (von links): Schülerin Valentina Liebert, Lehrerin Regine Bunte, die Schüler Evelina Olenburger, Nils Schneidereit und Jonas Marx sowie Berufswahlkoordinatorin Rosemarie Kellermeier und Rektorin Brigitte Lubitz.

Berufsorientierung ist Trumpf
Landeswettbewerb: Hauptschule Bünde gehört zu den sieben Besten in NRW

Von Hilko Raske (Text und Foto)

Bünde (BZ). Sie zählt zu den Besten in ganz NRW: die Hauptschule Bünde. Beim Wettbewerb »Starke Schulen«, an dem sich 86 dieser pädagogischen Einrichtungen beteiligten, sicherten sich die Bünder Platz 7.

Aus den Händen von Schulministerin Barbara Sommer konnten Rektorin Brigitte Lubitz und Berufswahlkoordinatorin Rosemarie Kellermeier am Donnerstag-nachmittag in Düsseldorf die Urkunde entgegennehmen. Für die Bünder Pädagogen ist diese Auszeichnung auch eine Bestätigung ihrer engagierten Arbeit. Vor allem drei Punkte seien es gewesen, die die Jury überzeugt hätten:  »Unser Unterricht zeichnet sich durch eine deutliche berufsorientierte Ausrichtung aus. Außerdem werden unsere Schüler nachhaltig individuell gefördert. Und drittens wollen wir die Stärken unserer

Schüler stärken«, erklärte Brigitte Lubitz. Was die Berufsorientierung betreffe, würden sich zwar viele Hauptschulen in ihrem Profil ähneln. »Wichtig ist allerdings, wie und wann man pädagogisch ansetzt«, sagte Rosemarie Kellermeier. Und hier unterscheiden sich die Bünder deutlich von anderen Wettbewerbsteilnehmern. So startet man schon in den achten Klassen mit einem so genannten »Kontaktikum«, das auf Betriebspraktika vorbereite. Dabei handelt es sich um Schnuppertage, die den Schülern den Arbeitsalltag zeigen und eine erste Orientierung geben sollen. Das Besondere daran: »Wir wollen dabei vermeiden, dass Mädchen nur ›typische‹ Frauenberufe und Jungen nur Männerberufe kennen lernen. « Im Gegenteil: Mädchen würden Kfz- Werkstätten besuchen, Jungen beispielsweise Kindergärten.  »Dieses Prinzip haben wir schon Jahre vor dem ›Girl's Day‹ eingeführt. « Im Jahrgang

neun würde ein dreiwöchiges Betriebspraktikum folgen, ein Bewerbungstraining bei der AOK und der »Berufsnavigator « zählten zu den weiteren Angeboten. In den drei zehnten Klassen wird weiter differenziert. So bereitet sich die 10 B auf den Realschulabschluss vor. Die 10 A2 absolviert ein dreiwöchiges Praktikum und betreibt zudem eine eigene Schülerfirma. Bei der 10A1 steht neben einem zweiwöchigen Praktikum einmal wöchentlich ein externer Praktikumstag auf dem Programm. Wenn es für den siebten Platz auch keinen Geldpreis gibt, so hofft die Schule doch auf Fördermittel in Höhe von 5000 Euro. Diese sollen in den Bereich Theaterpädagogik gesteckt werden – immerhin ist ein selbstsicheres Auftreten beim Bewerbungsgespräch Trumpf.

Bünder Zeitung vom 24.01.2009

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Hauptschule Bünde