Hauptschule Bünde
 Hauptschule Bünde

Nur mit Teamgeist lassen sich solche Aufgaben lösen.

Schulklasse von einsamer Insel gerettet
Klasse 10A2 im Team- und Kletterpark Ubbedissen

 

15 Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Bünde waren auf einer verlassenen Insel gestrandet, konnten sich jedoch mit Hilfe von kleinen Holzplatten befreien. Dies war die erste von 5 kniffligen Abenteueraufgaben, die von den 10. Klässlern in der vergangenen Woche im Team- und Kletterpark Ubbedissen bewältigt werden mussten.

Nur mit gegenseitigem Helfen war es möglich, die vorgegebene Strecke so mit den Brettern zu überwinden, dass niemand den Boden betreten musste. Denn ein Abrutschen von dem kleinen Brett hatte zur Folge, dass die Person „blind“ wurde, was das Führen und Lenken für die Mitschüler natürlich noch einmal deutlich erschwerte.

Im Ziel angekommen wähnten sich die Schüler in Sicherheit aber „Oh, Hilfe“ ein riesiges Spinnennetz wartete auf die Gruppe. Hier sollten die Schüler das Netz ohne es zu berühren durchqueren, wobei alle 12 Öffnungen benutzt werden mussten.
Durch die unteren Löcher konnten die Jungen und Mädchen ja leicht hindurchklettern, aber wie sollte man die
Höhlen in Kopfhöhe überwinden. Schnell fand Michael die Lösung: „Wir tragen die Mädchen durch.“ Aber Achtung, jede Berührung des Netzes führte zu einem Neustart, das heißt, auch die Schüler, die das Netz bereits erfolgreich durchquert hatten, mussten zurück und alles begann von vorn. Mit viel Spaß siegte schließlich die Taktik und auch diese Aufgabe, die sehr viel Vertrauen und Kooperation erforderte, wurde erfolgreich gemeistert.
 
Mit viel Phantasie und Konzentration wurden Enten aus einem Säureteich gerettet und ein Krake in sein sicheres Zuhause gebracht. Die Überwindung des Wassergrabens schließlich erschien den Schülern als unlösbar. Ein dünnes Stahlseil zwischen den Bäumen diente als Brücke, nur dass die Bäume ca. 5 m auseinander standen. „Die Bäume stehen viel zu weit auseinander“, stellte Gregorij sofort fachmännisch fest. Doch die vorangegangenen Übungen zeigten ihre Wirkung. Schnell fand man eine Taktik des gegenseitigen Helfens und Sicherns, so dass auch die anfangs unlösbar scheinende Aufgabe sicher bewältigt wurde. Endlich waren dann alle Teamaufgaben geschafft
und für die Schüler begann der Höhepunkt des zweitägigen Trainings: das freie Klettern. Nach einer ausführlichen technischen Einweisung in das Klettermaterial und die Sicherungstechnik durch die erfahrenen Trainer Ole und Corbin erklommen Johanna, Tobias und Jan die 15 m hohe Baumleiter. „Die Abstände zwischen den Stämmen werden ja immer größer“, stellte Johanna schnell fest. Mit viel Mut und gegenseitigem Unterstützen schafften es die drei aber doch bis auf den obersten Balken. Die übrigen Schüler waren währenddessen mit dem Halten der Sicherungsleinen voll beschäftigt. So konnte man in den folgenden Stunden auch immer wieder den Ruf hören: „Ich möchte da rauf klettern, kannst du mich sichern?“
Wenn auch nicht jeder den Pamper Pol, einen 10 m hohen Baumstamm, den jedes Zittern der Beine in Bewegung versetzt, bezwungen hat, so ist doch jeder Schüler an seine persönlichen Grenzen gegangen und konnte voller Stolz die Heimreise antreten. „Das hat sich für unser Gemeinschaftsgefühl voll gelohnt“, ist sich Maurice mit der Klassenlehrerin Rosemarie Kellermeier einig. 
Text und Fotos: R. Kellermeier 13.11.2010

Klettern heißt immer: Sich gegenseitig zu sichern und zu helfen

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