Hauptschule Bünde
 Hauptschule Bünde

Die 8. Klassen mit ihren Klassenlehrern/innen in der Eingangshalle des Klimahauses in Bremerhaven 

Auf dem 8. Längengrad um die Welt

Der 8. Jahrgang der Hauptschule Bünde durchwandert die Klimazonen der Erde

Im Rahmen des Erdkunde-unterrichts besuchten die Schülerinnen und Schüler des achten Jahrgangs gemeinsam mit ihren Klassenlehrern einen beeindruckenden außerschuli- schen Lernort, an dem fundiertes Wissen vermittelt wird: Das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost.

 

Auf einer Ausstellungsfläche von ca.  10.000 m² wurden die jungen Weltenbummler durch spielerische Wissensvermittlung und Interaktion sensibilisiert für die Themen Klima, Klimaschutz und Klimawandel. Während einer vierstündigen Längengradwanderung entdeckten die Jugendlichen in Kleingruppen die verschiedenen Ausstellungs-bereiche mit themenbezogenen Erkundungsbögen. An verschiede- nen Stationen lösten sie kniffelige Aufgaben und wurden zum Nachdenken und Ausprobieren angeregt. Lehrer und Schüler hatten beispielsweise mit der Hitze in der nigerianischen Sahelzone, Eises- kälte in der Antarktis und drückender Luftfeuchtigkeit im Kameruner Dschungel zu kämpfen.

Auf ihrer Längengradwanderung wurde den Teilnehmern bewusst, dass Menschen auf anderen Kontinenten – vor allem in Afrika – viel stärker unter den Folgen des Klimawandels leiden werden als die Europäer. „Es ist erschreckend

zu sehen, dass Menschen sich ihren eigenen Ast absägen, auf dem die ganze Welt aufgebaut ist“, äußerten Ruben Dilge und Fabian Hegener betroffen. Um zu verdeutlichen, dass jeder Mensch im Alltag eine Menge tun kann um den CO2 – Ausstoß zu reduzieren und damit helfen, die Folgen des Klimawandels in anderen Ländern zu mildern, gibt es im Klimahaus viele Experimentierstationen, etwa einen Fahrsimulator, auf dem spritsparendes Fahren geübt werden kann. Aufschlussreich fand Eric Gollmann die Station, an der er - mit einem Etat von 40000 Euro ausgestattet – ein Wohnhaus in ein „Klimahaus“ umwandeln sollte. „Die Generatoren zur Energiereduzierung haben mich besonders angesprochen, weil ich dadurch neue Anregungen gewonnen habe“, bemerkte der Hobbybastler Tobias Fritzlar.

 

Im Ausstellungsbereich „Elemente“, der sich mit Feuer, Wasser, Erde und Luft beschäftigt, wurde den Jugendlichen eindrucksvoll erklärt, wie Sturm und Hagel entstehen oder welche Rolle Meeres-strömungen für das Klima spielen. „Wenn ich demnächst „Windstärke 5“ höre, weiß ich genau, was darunter zu verstehen ist, denn hier konnte ich das erleben“, betonte Martin Knaub

„Wer mit offenen Augen durch die Ausstellung wandert, gut zuhört und genau hinsieht, dem werden die komplexen Zusammenhänge im Klimageschehen der Erde verständlich. Das Klimahaus ist ein idealer Lernort für unsere Schülerinnen und Schüler, denn hier können sie an Sinnes-Stationen, interaktiven Exponaten und multimedialen Installationen selbst bestimmt und entdeckend auf wissenschaftlich fundierten Grundlagen lernen ihre Zukunft nachhaltig zu gestalten“, resümierte Lehrerin Elke Schoenfelder. Tanja, Alina, Murat und Dominik waren sich mit allen 58 Teilnehmern einig:  „Die lange Anfahrt hat sich gelohnt. Im Klimahaus ist alles sehr naturgetreu dargestellt, so dass man sich gut in die Menschen mit ihren unterschiedlichen Lebensbedingungen hineinversetzen kann. Alle Sinne werden angesprochen und das Thema „Klima“ wird anschaulicher aufbereitet als im Schulunterricht“.

Die Polarforscherinnen Tanja und Alina in der Antarktis

 

Text und Fotos: Elke Schoenfelder   

29.10.2010   

Fotoalbum von der Tagesexkursion

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