Hauptschule Bünde
 Hauptschule Bünde

Anschaulich informiert: Die Schüler der 5b mit Klassenlehrerin Marion Witt (im Hintergrund r.), hinten l. Kerstin Niermann und Anke Seelhorst. Der Schüler vorn zeigt einen der Solarkollektoren, die gebastelt wurden. An der Tafel einige der Begriffe der „Montagsmaler“. FOTO:DIETER SCHNASE

Die Wärme der Sonne eingefangen
Energieprojekt der EWB gestern in der Hauptschule Bünde

 

Von Dieter Schnase
Bünde. Zwei besondere Unterrichts-stunden standen gestern für die Schüler der Klasse 5b der Bünder Hauptschule auf dem Plan. In den Mittelpunkt rückte die Frage, was wir für den Klimaschutz tun können. Der Antwort näherten sich die Kinder spielerisch und sie hatten viel Spaß dabei.

Initiiert wurde der Unterricht von der Energie- und Wasserversorgung Bünde (EWB), die sich für die Umwelt und den Klimaschutz engagiert und schon die meisten Grundschulen im Versorgungs-gebiet Bünde, Kirchlengern, Rödinghausen und Spenge in das Energieprojekt einbezogen hat.
Nahmen hier die vierten Jahrgänge an dem umweltpädagogischen Unterricht der Deutschen Umwelt-Aktion e.V. teil, so erläuterte Fachlehrerin Anke Seelhorst nun einer fünften Klasse das Thema – ebenfalls
auf sehr anschauliche Weise. Gleich zu Beginn mit dem beliebten Spiel „Montagsmaler“, bei dem zwei Gruppen jeweils ihren besten „Maler“ an die Tafel schickten – Annabel und Moses. Sie mussten Begriffe wie Badewanne, Herd, Auto oder Kraftwerk zeichnen. „Alle haben mit etwas mit Erdgas zu tun“, klärte Anke Seelhorst die Fünftklässler später auf. Und schon war der Übergang zum Thema schädlicher CO2-Ausstoß geschaffen.

Welche Folgen die Erderwärmung und das zunehmende Abschmelzen der Pole haben kann, konnten die Schüler selbst erarbeiten. „Der Eisbär hat dann keinen Lebensraum mehr“, wusste ein Schüler. Auch auf die Frage nach Lösungen hatten sie Antworten.
„Mehr Sonnenenergie und Windkraft verwenden“, lautete eine. Und Erdgasautos würden den CO2-Ausstoß um
ein Viertel gegenüber mit Benzin oder Diesel betriebenen Fahrzeugen reduzieren, erklärte Anke Seelhorst den Kindern. Am Schluss konnten sie einen einfachen Solarkollektor basteln, mit dem sich bei ausreichend Sonnenlicht Früchtetee oder Kakao erhitzen lässt.
 
Ziel des Projektes ist nach Auskunft von Kerstin Niermann (EWB), dass die Schüler frühzeitig lernen, auf die Umwelt Rücksicht zu nehmen. „Golbal denken, lokal handeln.“ Die Kinder erhalten Informationen über Umweltbelange, ökologisches Wissen werde gefordert, Vernetzungen von Lebensräumen aufgezeigt und naturwissenschaftliche Abläufe anschaulich vermittelt. Ein wichtiges Thema sei dabei die klimaschonende Verwendung von Erdgas in Verwendung mit Solarthermie.
Neue Westfälische vom 31.01.2012
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