Hauptschule Bünde
 Hauptschule Bünde

Selbst gemacht: Die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Bünde zeigen die Kerzenständer, die sie angefertigt haben. Foto: Igrun Waschnek

Einblick in die Berufswelt
Achtklässler nehmen am Programm „Startklar“ teil

 

Bünde (was). Einen ersten Einblick in die Berufswelt erhielten Achtklässler der Hauptschule Bünde und der Pestalozzischule, als sie drei Tage lang am Projekt „Startklar“ der Kreishandwerkerschaft Wittekindsland teilnahmen. In der Wilhelm-Rieke-Bildungsstätte wurde ihnen die Arbeit eines Tischlers, Malers und Friseurs in Theorie und Praxis erklärt.

In der Lehrwerkstatt der Tischlerinnung Herford sollten die Schülerinnen und Schüler einen zweiteiligen Kerzenständer herstellen. Zunächst erfuhren sie im theoretischen Teil von Holztechniklehrer Karl Schmökel Grundlegendes über das Holz. Er erklärte ihnen, was gemacht werden müsse, um aus einem Stück Holz so einen Kerzenständer herzustellen. Im Anschluss ging es an die Werkbänke. Mit Sägen und Bohrmaschinen machten sich die Jugendlichen ans Werk. „Sie gingen recht forsch und unbedarft mit den Bohrmaschinen um,
hatten größtenteils
noch nie eine selbst in der Hand“, sagte Ausbildungsmeister Heiko Bahls.

„Rund 60 Schüler nehmen in fünf Gruppen an dem Programm ,Startklar‘ in diesem Frühjahr bei uns teil“, berichtete Bahls. Wichtig sei die Chancengleichheit für alle. „Wir bieten hier eine Vorstufe, damit die Jugendlichen bei ihrer Berufswahl wissen, was auf sie zukommt“, sagt der Ausbildungsmeister. „Leider haben aber noch nicht alle der 14- bis 17-jährigen Teilnehmer die Grundtugenden verinnerlicht“, sagt er bedauernd. Pünktlichkeit, die Fähigkeit, sich länger auf eine Sache zu konzentrieren und nicht zuletzt den ganzen Tag auf den Beinen zu stehen und dabei körperlich zu arbeiten sei einigen nicht leicht gefallen. „Zwei Jahre später, wenn die Jugendlichen eine Ausbildung beginnen, wird es aber erwartet“, sagt Bahls. Das Ziel des Programms „Startklar“, jungen Schülern Einblicke in Handwerksberufe zu geben, sei erreicht worden.
„Ich fand es abwechslungsreich“, sagt Arlinda Sadiku. Am besten habe ihr es bei Annette Bröde,  die den Friseur-Beruf vorstellte, gefallen. „Die Frau war voll locker“, sagt die 15-jährige Hauptschülerin. Auch Lumnije Zecka hat es gut gefallen, Haare zu waschen und „Frisuren zu machen“. Interessant fand die 15-Jährige auch die Arbeiten in der Tischlerei. „Es war sehr schön“, sagt Sümeyye Aydogan. In der Tischlerei sei vieles neu für sie gewesen, beispielsweise die Arbeit mit der Bohrmaschine.

Lukas Bockelkamp fand das Programm gut zum Kennenlernen und Einüben der Berufe. Und Marco dos Santos „fand’s klasse. Aber mein Traumberuf ist Arzt.“ Sehr nett fand er den Holztechniklehrer Karl Schmökel. „Wir haben in der Schule über ,Startklar‘ gesprochen“, erzählt David Gerner. Der 14-Jährige hatte Spaß beim Haare schneiden, sein Berufswunsch steht jedoch schon fest: Er möchte Elektriker werden.

 

Neue Westfälische vom 30. 03. 2012

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