Hauptschule Bünde
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Schulrat Eduard Rammert überreicht der scheidenden Schulleiterin Brigitte Lubitz ihre Ruhestandsurkunde. Fotos: Kathrin Heeren

»Sie waren Vorbild und Stütze«

Schulrat überreicht Ruhestandsurkunde an Hauptschulleiterin Brigitte Lubitz

Von Kathrin Heeren

Bünde(BZ). »Ich danke Ihnen für ihre fast 42 Dienstjahre als Lehrerin. Es gibt sicherlich viele Schüler, denen Sie während dieser Zeit Vorbild, Leitbild und Stütze waren und noch sind«, sagte gestern Schulrat Eduard Rammert. Während einer offiziellen Feierstunde überreichte er Hauptschulleiterin Brigitte Lubitz ihre Ruhestandsurkunde.

»Ich wünsche Ihnen, dass Sie auch in schwierigen Zeiten Ihr freundliches Naturell niemals ablegen werden«, schloss der Schulrat seine Rede. Neben ihm waren Klassen- und Schülersprecher, Vertreter der Eltern und der Schulaufsicht sowie Freunde, Kollegen, Politiker und Schulleiter aus dem ganzen Kreis Herford zur Abschiedsfeier in die Hauptschule gekommen.

Auch Bürgermeister Wolfgang Koch richtete Abschiedsworte an Brigitte Lubitz: »Sie haben vor Veränderungen nicht die Augen

verschlossen und immer mit Weitblick agiert«, lobte er.

Aus dem Lehrerkollegium bekam die scheidende Schulleiterin stellvertretend durch Stefan Struckmeier, Doris Tuminski und Rosi Kellermeyer Reiseutensilien für ihre Zeit im Ruhestand überreicht. Die Schülerinnen und Schüler des Wahlbereichs Musik sorgten für das musikalische Rahmenprogramm während der Abschiedsfeier. Auch die ehemaligen Schüler Alisa Müller und Murat Akbulut hatten sich extra einen freien Tag genommen, um ihre ehemalige Schulleiterin mit musikalischen Beiträgen verabschieden zu können.

Lubitz zeigte sich »überwältigt« von den Worten ihrer Vorredner. Sie betonte, dass gerade ihr letztes Schuljahr es noch einmal in sich gehabt habe. Neben einer Qualitätsanalyse habe sie sich um die vier Internationalen Klassen für Flüchtlinge kümmern müssen. Ganz nebenbei habe der

der Rat das Auslaufen ihrer Schule beschlossen. »Das ist auch etwas, was man in seinem letzten Jahr nicht braucht, dass es keine Perspektive für die, die bleiben gibt, während man selbst geht.« Zudem seien drei Kollegen durch Unfälle ausgefallen, weshalb der Stundenplan komplett überarbeitet worden sei. »Wegen all dieser Sachen hatte ich noch keine Zeit, mich zu freuen und Pläne für die Zeit im Ruhestand zu machen«, sagte Lubitz. Dennoch sei es nicht so, dass sie nicht loslassen könne. »Aber mir werden die Schüler und Kollegen fehlen.« Besonderer Dank ging an ihre Familie: »Ihr müsst manchmal den Eindruck gehabt haben, dass die Schule für mich an erster Stelle steht. Das war aber nicht so. Ihr seid für mich an erster Stelle. Die Schule hat nur manchmal lauter gerufen«, sagte sie. Sie freue sich, nun mehr Zeit für die Familie zu haben.

Bünder Zeitung vom 06.06.2016

www.westfalen-blatt.de

Die Schüler aus dem Wahlbereich Musik mit den Sängerinnen Annabelle, Florentina, Marie Chiara und Lara präsentieren den »Lazy Song«.

Brigitte Lubitz verabschiedet

Nach 14 Jahren in Bünde: Die Leiterin der Hauptschule wurde mit kurzen, prägnanten Reden und viel Musik ihrer Schüler in den Ruhestand geschickt

Entlassungsurkunde von der Bezirksregierung: Schulrat Eduard Rammert übergibt sie Brigitte Lubitz

Von Gerald Dunkel

 

Bünde. Ihre Schüler, die werden ihr am meisten fehlen. Und natürlich ihr Team. Wenn Brigitte Lubitz "Team" sagt, dann meint sie es auch so. Die beliebte Schulleiterin hat am Freitag ihren letzten Schultag. Offiziell endet ihre Dienstzeit am 31. Juli. Verwaltung, Politik, Kollegium und Schüler verabschiedeten sie gestern.

 

Eduard Rammert, Schulrat für die Hauptschulen in Bielefeld und dem Kreis Herford, dankte Brigitte Lubitz für fast 42 Jahre als Lehrerin, aber besonders dafür, dass sie sich damals dafür entschieden hat, Lehrerin zu werden. Rammert hat seinen neuen Dienstposten erst vor einem halben Jahr angetreten und kennt Brigitte Lubitz auch erst seitdem, aber die Zeit hat ausgereicht, um ihr mit auf den Weg zu geben, dass sie sich ihr freundliches Naturell bewahren solle.

Für ihr Kollegium war sie der

Kapitän, der, so Konrektorin Cornelia Rohde, das Schiff "HS Bünde" auf Kurs gehalten und auch viele Stabilisatoren "eingebaut hat". Dass Brigitte Lubitz auch leidenschaftlich gern schauspielert - als Alternative für das Lehramtsstudium wären für sie auch Theaterwissenschaften in Betracht gekommen - nahmen ihre Kollegen für eine persönliche Verabschiedung auf. "Du warst ein Naturtalent als Schauspielerin, aber für uns warst Du ein Glücksfall", sagte Rosemarie Kellermeier.

Zwar seien die Nussecken, die die Hauptschule Bünde zur Weihnachtszeit herstellt und die in der letzten Sitzung des Stadtrats angeboten werden, ein Gaumenschmaus, aber sei das sei sicher nicht das einzige, was die Hauptschule ausmache, sagte Bürgermeister Wolfgang Koch lächelnd. "Sie haben sich dem Neuen nie verschlossen", so Koch. "Die Hauptschule Bünde erzieht die Schüler zu selbstständigen jungen Menschen - und zwar so, dass

sie auch noch Spaß daran haben", so Koch.

 

Hans-Ulrich Hartwig, der Leiter der Hauptschule in Enger, charakterisierte Brigitte Lubitz als eine Schulleiterin, die nicht viele Worte macht, aber mit dem, was sie sagt, "erheblich zu einer Diskussion beiträgt". Es gebe viele, die kluge Entscheidungen träfen. "Bei Brigitte Lubitz sind es weise Entscheidungen", so Hartwig.

 

Auch Horst Selle, Leiter der Realschule Bünde-Mitte und Sprecher der Leiter der weiterführenden Schulen in Bünde, fand die ausscheidende Schulleiterin "wohltuend unaufgeregt". "Sie sind jemand, der über den Tellerrand schaut und Herausforderungen mit einer pragmatischen Gelassenheit angeht."

 

Die Schülerinnen und Schüler des Wahlfachs Musik zauberten mit aktuellen Popsongs eine melancholische Atmosphäre in

die Aula der Hauptschule. Darunter waren auch eine ehemalige Schülerin und ein Schüler, die sich extra einen Tag frei nahmen, um ihre ehemalige Schulleiterin mit ihren Liedern zu verabschieden. Auch Horst Selle, Leiter der Realschule Bünde-Mitte und Sprecher der Leiter der weiterführenden Schulen in Bünde, fand die ausscheidende Schulleiterin "wohltuend unaufgeregt". "Sie sind jemand, der über den Tellerrand schaut und Herausforderungen mit einer pragmatischen Gelassenheit angeht."

 

Die Schülerinnen und Schüler des Wahlfachs Musik zauberten mit aktuellen Popsongs eine melancholische Atmosphäre in die Aula der Hauptschule. Darunter waren auch eine ehemalige Schülerin und ein Schüler, die sich extra einen Tag frei nahmen, um ihre ehemalige Schulleiterin mit ihren Liedern zu verabschieden.

NW vom 07.07.2016

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