Hauptschule Bünde
 Hauptschule Bünde

Trommelten lautstark im Takt: Auf den Drumboxen sitzend, folgten die Schüler konzentriert den Anweisungen der Studierenden der Musikhochschule Detmold.       Foto: Björn Kenter

Von Björn Kenter

Bünde. Bereits zum vierten Mal waren jetzt Studierende der Musikhochschule Detmold an der Hauptschule Bünde zu Gast. Im Rahmen einer fünftägigen Projektwoche arbeiteten die elf Studierenden in verschiedenen Workshops mit Schülern der 7. Jahrgangsstufe und einigen Kindern der internationalen Klasse unter dem Motto "Musik macht stark". Die Ergebnisse präsentierten die rund 50 Schüler und die Leiter des Projekts in Form einer einstündigen Aufführung in der voll besetzten Aula der Schule.

Als übergreifendes Thema hatten die Projektleiter, die vor einem halben Jahr mit den Vorbereitungen begannen, das Thema "Weltall" ausgewählt. Während die ersten beiden Tage noch im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens standen, wurde an den übrigen drei Tagen intensiv an den verschiedenen Stücken für die Aufführung gefeilt. 

Neben den Workshops zu den Themen Rap, Gesang und Band 

war in diesem Jahr erstmalig auch die Gruppe Filmton vertreten, da Tontechniker der Musikhochschule mit dabei waren.

"Als Ausgangspunkt wurden den Schülern zunächst zwei Bilder gezeigt. Eines, auf dem ein Astronaut die Erde verlässt, und eines, auf dem der Astronaut auf einem fremden Planeten landet", erläuterte die kommissarische Schulleiterin Cornelia Rohde. Die Aufführung solle kulturelle Teilhabe vermitteln und zeigen, dass Musik Kulturen verbindet. Hier zeigten die Siebtklässler

beim Moondance, der Beatmachine oder als Gesangs- und Rapgruppe unter dem Titel "Hello Space feat. Beatbox", was sie in den vergangenen fünf Tagen gelernt hatte. Auch die Umbauten zwischen den einzelnen Vorträgen klappten trotz der großen Anzahl an Mitwirkenden reibungslos. Mit dabei in der Aula waren auch die Schüler des sechsten und achten Jahrgangs. "Wir wollten ihnen einen Perspektivwechsel ermöglichen", erklärte Rohde. "Die Sechstklässler können schon einmal schauen, wie das Projekt abläuft, die älteren 

Gemeinsam im Rampenlicht: Die Mitwirkenden des Workshops Gesang sangen "Talking to the Moon".    Foto: Björn Kenter

Schüler haben sozusagen den Blick von der anderen Seite."

 

Zwischen den Musik- und Gesangseinlagen bildeten die auf einem Bildschirm zu sehende Interviews aus dem All mit den Schülern einen grafiktechnisch sehr aufwendig gestalteten Abwechslung zum Geschehen auf der Bühne.

Die Finanzierung des Projekts übernahm wie in den vergangenen Jahren zu einem großen Teil der Rotary-Club Herford-Widukind. "Die Restsumme steuerte der Förderverein der Schule bei", sagte Rohde.

Großes Lob von allen Seiten erhielten Musiklehrerin Marion Wischmann, Gerlinde Garcia sowie der ehemalige Lehrer der Schule, Werner Meier, die das Projekt an allen fünf Tagen mit großem Engagement unterstützten.

Da die Hauptschule Bünde in einigen Jahren ausläuft, wird es das Projekt für die 7. Jahrgangsstufe im kommenden Jahr zum letzten Mal geben.

 

NW vom 5.5.2017

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