Hauptschule Bünde
 Hauptschule Bünde

Versuch: Michael Strauß zeigt den Schülern an einer der Ausstellungsstationen, wie chemische Stoffe mit anderen reagieren.

Nachhaltigkeit trotz Chemie

Interaktive Ausstellung: Die Klasse 8a der Hauptschule besucht das Doberg-Museum

Von Angelina Kuhlmann

 

Bünde. Jahrhunderte lang ist der Mensch mit den Rohstoffen der Erde gut zurechtge-kommen. Aber irgendwann war das offenbar nicht mehr genug und er fing an, die chemischen Charaktereigenschaften dieser Rohstoffe zu verändern. Das lernten jetzt die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a der Hauptschule.

"Woraus besteht eigentlich ein Handy?", fragt Michael Strauß in die noch etwas verschlafen wirkende Runde. Eine gar nicht so einfache Frage, obwohl viele der Schüler schon mehrere Handys besessen haben. "Gold und Silber", kommt eine zögerliche

Antwort. Und auch Coltan

Die Angebote des hiesigen

Museums wahrnehmen

Michael Strauß und Museumspädagogin und Maren Bohmkemper wollen den

 Jugendlichen vermitteln, wo überall Chemie drin ist und was man nach dem Gebrauch damit machen kann.

Zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Elke Schoenfelder und Lehrer Dirk Nieder-tubbesing arbeiten die Schüler in Gruppen an verschiedenen Stationen. Zu Themen wie "Passende Trennverfahren", "Landwirt-schaft" und "Recycling" gibt es einen Zettel mit Fragen. Deren Beantwortung soll den Jugendlichen dabei helfen, ihr Thema zu verstehen und es ihren Klassenkameraden vorzustellen.

Zum Abschluss zeigt Michael Strauß ganz praktisch, was durch den Einsatz von chemischen Mitteln alles passieren kann. So kann zum Beispiel eine zu hohe Dosierung von Waschmittel ungesunde Reaktionen auslösen. "Chemie beeinflusst ziemlich viel

heute besteht fast alles aus Chemie", sagte einer der Schüler und fasste das zusammen, was auch viele andere mitnehmen. Lehrerin Elke Schoenfelder betonte, dass es wichtig sei, nicht nur Exkursionen in andere Städte anzubieten, sondern auch die Angebote der eigenen Heimatstadt wahrzunehmen: "Als Bünder Schule sollte man auch die Angebote des Bünder Museums wahrnehmen."

 

Michael Strauß und seine Mitarbeiter begleiten die Wanderausstellung noch bis Januar 2017. "Das Schöne ist, dass man so eine Veranstaltung für Kinder und Jugendliche unterschiedlichen Alters vorbereiten kann", sagte Strauß im Hinblick auf weitere Veranstaltungen

Neue Westfälische vom 07.10.2016

Fotos: Kuhlmann

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