Hauptschule Bünde
 Hauptschule Bünde

Schüler geben ihre Stimme ab

Bundestagswahl: Die Hauptschule Bünde beteiligt sich am bundesweit größten Schulprojekt zu den anstehenden Wahlen. Acht- bis Zehnt-klässler gehen an die Urne

Bünde (nw). In der kommenden Woche geht es für alle Schüler der achten bis zehnten Klassen der Hauptschule Bünde bei der bundesweiten so genannten Juniorwahl an die Wahlurne.

 

Die Juniorwahl zur Bundestagswahl steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Deutschen Bundestages und wird bundesweit gefördert durch den Bundestag, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Bundeszentrale für politische Bildung. Bundesweit sind mehr als 3.000 Schulen am Projekt beteiligt.

Lehrerin Elke Schoenfelder hat dieses Politik-Projekt überzeugt, denn bei der Juniorwahl geht es um das Üben und Erleben von Demokratie. "Das didaktische Begleitmaterial ist ausgezeichnet. Die Unterrichtseinheit besteht aus verschiedenen Modulen mit unterschiedlichen Niveaustufen, die sich nicht nur an inhaltlichen Schwerpunkten,

sondern ebenso an zu vermittelnden Kompetenzen orientieren. Dabei stehen die Methoden-, Analyse- und Urteilskompetenz im Mittelpunkt, denn sie ermöglichen die von der Juniorwahl angestrebte Handlungskompetenz - die Teilnahme an Wahlen", erklärt Schoenfelder.

Seit Schuljahresbeginn steht das Thema "Demokratie und Wahlen" auf dem Stundenplan und nun geht es - wie bei der echten Bundestagswahl am 24. September - für die Jugendlichen mit Wahl-benachrichtigung und Ausweis in das Wahllokal.

Vorher beschäftigten sie sich mit der Funktion von Wahlen, der Bedeutung der Erst- und Zweitstimme, der Zusammensetzung und Aufgabe des Deutschen Bundestages sowie mit dem Ablauf des Wahlaktes. Die Wahlhelfer Vanessa Michalik-Bergmann und Emrihan Gezici (Klasse 9a), die Wählerverzeichnisse  

anlegten, Wahlbenachrichtigungen ausfüllten und später die Stimmen auszählen werden, übernehmen aktiv Verantwortung und sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Wahl.

Das Gesamtergebnis der Juniorwahl wird am 24. September um 18 Uhr parallel zur Bundestagswahl im Internet unterwww.juniorwahl.de veröffentlicht. "Das Projekt hilft mir, mich bei zukünftigen Wahlen besser zurechtzufinden", sagt Schülerin Vanessa (15 Jahre).

Emrihan (14 Jahre) ergänzt: "Das Politikprojekt ist spannender als ich anfangs dachte, weil die Themen und die Methoden sehr abwechslungsreich sind. Es hat richtig Spaß gemacht, in die Rolle eines Politikers zu schlüpfen und mir dabei Gedanken über mein Aussehen, meine politischen Ziele und meine Arbeit im Wahlkreis zu machen.

 

Neue Westfälische vom 07.09.2017

 

Fast wie in einem richtigen Wahllokal: Die Schüler der Klasse 9a führen das Planspiel "Wahlakt" in ihrem Klassenraum durch. Foto: Schoenfelder

Juniorwahl 2017: Tierschutz statt AfD

Überraschende Ergebnisse: Die Schüler der Hauptschule Bünde haben ihre Kreuze bei der Juniorwahl gesetzt. In ihren Bundestag hat es eine ganz besondere Partei geschafft

Bünde (nw). In der vergangenen Woche gaben an der Hauptschule Bünde Schülerinnen und Schüler der achten bis zehnten Jahrgänge zur bundesweiten Initiative Juniorwahl ihre Stimme ab. Bei der Auszählung der gültigen Erststimmen konnte die SPD mit 35,3 Prozent die meisten Stimmen erzielen, gefolgt von den Christdemokraten mit 31,4 Prozent der Stimmen.

Damit gewinnt Stefan Schwartze das Direktmandat der Schülerwahl. Etwas mehr als ein Viertel der Zweitstimmen, nämlich 26,5 Prozent, erhielt die CDU. Für die SPD stimmten 33,3 Prozent der Schüler. Die Grünen erzielten 10,8 Prozent. Die Tierschutzpartei schnitt mit 7,8 Prozent ab. 

Die Linke hingengen scheiterte mit 3,9 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde. Entgegen dem Bundestrend konnte auch die FDP mit 2,9 Prozent der Zweitstimmen nicht in den Bundestag einziehen. Die Piraten schnitten mit 3,9 Prozent deutlich besser ab, als bei der Bundestagswahl. Die AfD hat es mit 4,9 Prozent ebenfalls nicht in den Bundestag der Juniorwahl geschafft.

Mit diesem Ergebnis wäre eine große Koalition aus SPD und CDU weiterhin möglich gewesen. Doch wegen des guten Abschneidens der Tierschutzpartei wären auch ganz neue Koalitionen möglich. Die Schüler denken hier zum Beispiel an eine Koalition aus Bündnis 90 und der Tierschutzpartei. Eine spannende Zukunfts-

aussicht und ein Zeichen für mehr Gerechtigkeit, Solidarität und Umweltschutz, urteilen die Bünder Hauptschüler.

"Ich finde es gut, dass sich unsere Schüler für mehr Tier- und Umweltschutz einsetzen", findet Tim Oelsner (14). Emrihan Gezici (14) freut sich über das Ergebnis der Grünen: "Einige unserer Schüler haben offensichtlich verstanden, dass man nicht den Ast absägen sollte, auf dem man sitzt." Schülerin Vanessa Michalik-Bergmann (15): " Gut, dass es die AfD es bei uns nicht geschafft hat. Mit unserem Wahlergebnis könnte Deutschland noch ökologischer, gerechter und weltoffener werden."

Neue Westfälische vom 26.09.2017

Transparent: Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 9 präsentieren das Wahlergebnis mit ihrer Wahlleiterin Elke Schoenfelder. 

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