Hauptschule Bünde
 Hauptschule Bünde

Setzen sich für die Sauberkeit ihrer Stadt ein: Die Schüler der Hauptschule Bunde, die jede Menge Müll gesammelt haben.

Alltägliche Umweltsünden aufgedeckt

Aktion: Das Ergebnis der Müllsammelaktion der Hauptschule Bünde macht die freiwilligen Helfer nachdenklich. Sie finden Wahlplakate, Hundekot und einen positiven Schwangerschaftstest. Schüler entwickeln Ideen, wie sich Müll vermeiden lässt

 

Bünde (nw). Unter dem Motto "Gib Müll und Plastik keine Chance" haben Schüler und Lehrer der Hauptschule Bünde Verantwortung für die Umwelt übernommen. An 13 Sammelorten befreiten sie Böschungen, Grünflächen, Kreisel und Wege vom Unrat. Dabei wurde der Müll untersucht und aufgelistet.

 

In etwa 50 Müllsäcken befanden sich unter anderem:

- 2.789 Teile aus Papier oder          Pappe

- 2.210 Teile aus Plastik

- 315 Teile aus Blech

- 369 Teile aus Glas

- 2.177 sonstige Teile.

 

Insgesamt zeigte sich einer Mitteilung der Schule zufolge, dass "extrem viele Zigarettenkippen, Kaffee-Becher und Kaugummipapier achtlos weggeworfen werden". Die Schüler waren demnach überrascht, was Bürger so alles

auf der grünen Wiese entsorgten: Lebensmittel, Radkappen, ein kleiner Teppich, Farbeimer, Autoreifen, Bälle, eine Matratze, gebrauchte Unterwäsche, Kleidung, Schuhe, ein Begrenzungspfahl, Silberlöffel, Druckergehäuse, Staubsauger-teile, Platinen, ein Fahrradsattel, Schlösser, Bauwerkzeuge, Kuscheltiere, Wahlplakate, Brillen, Kopfhörer, Taschen-rechner, CDs und ein positiver Schwangerschaftstest.

 

Während der zweistündigen Sammelaktion fiel den Klassen auf, dass Müll - trotz vorhandener Mülleimer - einfach daneben entsorgt wird. Am meisten ärgerten sich die Umweltschützer über zahlreiche Hundekotbeutel am Wegesrand. "Das ist einfach unglaublich. Da heben die Hundehalter den Kot auf, geben ihn in einen Beutel und entsorgen diesen anschließend in der Natur. Das ist doppelte Umweltver-schmutzung", so die Meinung der

Klassensprecher.

Am Ende der Aktion reflektierten die einzelnen Klassen ihr persönliches Verhalten und entwickelten gemeinsam mit ihren Klassenlehrern Ideen zur Vermeidung von Müll und Plastik im Alltag. "Es ist nicht immer leicht, seinen Alltag nachhaltig zu gestalten. Doch manchmal kann jeder von uns schon mit Kleinigkeiten eine große Wirkung erzielen. Jede Minute landet in Deutschland eine Tonne Plastik im Meer. Jeden Tag kann jeder von uns mit seinen Gewohnheiten der Umwelt, dem Klima und sich selbst schaden. Jeder von uns sollte sich die Frage stellen: Wie kann ich zur täglichen Müllvermeidung beitragen?", appelliert SV-Lehrerin Elke Schoenfelder.

    Die einzelnen Klassen entwickelten dazu auch schon Ideen: Beim Einkaufen immer Stofftaschen verwenden, möglichst Getränke und Produkte in Glasgefäßen

kaufen, Plastik- und Einwegverpackungen vermeiden, denn nicht jede Süßigkeit muss mehrfach eingepackt sein. Im Rahmen der Hygiene sollte der Verbraucher Seife in fester Form und Waschpulver im Karton kaufen. In der Schule kann man seine eigene Trinkflasche benutzen, Frühstücksbrote und dergleichen in Behältnisse packen - ohne sie zusätzlich noch einzuwickeln.

      Die Organisatoren Stefan Struckmeier und Elke Schoenfelder waren mit dem Ablauf und dem Ergebnis der Aktion zufrieden. Besonders überrascht waren sie von der Ausdauer und dem Engagement aller Klassen. Die Kommunal-betriebe Bünde unterstützten die Umweltaktion mit einer Geldspende von 200 Euro. Zur Belohnung für ihren Umweltbeitrag wurden alle Klassen zudem mit dem Umwelthelden-Zertifikat ausgezeichnet.

 

NW vom 24.04.2018

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