Hauptschule Bünde
 Hauptschule Bünde

Blättern statt wischen

Zeitungsprojekt Klasse!: Jetzt lesen wieder rund 2.000 Acht- und Neuntklässler die NW im Unterricht. An die Handhabung der gedruckten Ausgabe müssen sich die "Digital Natives" erst einmal gewöhnen

 

Von Ivonne Michel

Kreis Herford. Ist doch etwas anderes als das Handy: Seit einigen Wochen lesen jetzt wieder viele Schüler die Neue Westfälische im Unterricht. 75 Klassen aus den Jahrgängen 8 und 9 sowie einige Berufsschulklassen aus dem Kreis Herford machen mit beim NW-Zeitungsprojekt Klasse!. Die Schüler lesen nicht nur fleißig, sondern berichten auf dieser Seite auch selber - auch darüber, wie das Projekt bei ihnen läuft.

 

Das sagen Schüler und Lehrer

"Ich fand das Projekt richtig cool, weil es eine Abwechselung im Unterricht war. Spannend war es zu erfahren wie eine Zeitung aufgebaut ist und welche Artikelarten es gibt." Melanie Horsten, 8a, Hauptschule Bünde 


 "Ich habe das Gefühl,dass die Klasse durch das Projekt und die heimelige Stimmung durch das tägliche Zeitunglesen ein Stück weiter zusammengerückt ist." Jessica Gehler Lehrerin der 8a. 

Fleißige Verkäufer: Lehrerin Elke Schoen-felder, Luca und Emrihan (v.l.). 

Kuchen essen zum guten Zweck

Von Saskia Heusohn, Noemi Feraru und Julia Pauls, Klasse 8a, Hauptschule Bünde

 

Bünde. Alle Jahre wieder verkauft die Hauptschule Bünde Kuchen an Schüler und Lehrer für einen guten Zweck. Auf dem Pausenhof wurde dafür extra eine Blockhütte aufgestellt, in dem der Kuchen verkauft wird. Schon sechsmal in Folge findet dieses Projekt unter Leitung der SV-Lehrer statt. Dafür backt jede 

Klasse vier Kuchen, die in den Pausen für 30 bis 50 Cent verkauft werden.

Der Erlös wird an eine Organisation gespendet, die von den Schülern ausgewählt wird. Organisationen wie "Lichtblicke", der Verein "Straßenkinder", das "Kinderhospiz" und das Tierheim wurden schon unterstützt. An welche Organisation das Geld dieses Jahr geht, ist noch unklar.

Gemeinsam durch dick und dünn: Die vier Achtklässlerinnen an der Hauptschule Bünde halten zusammen. Foto: Strathmann

Freunde aus dem Internet

Von Erika Lanzafame

Bünde. In der Zeitung liest man häufig auch von den Gefahren, die das Internet birgt. Dass man genau hinschauen muss, wem man schreibt und was man von sich preisgibt, lernen die Schüler in verschiedenen Kursen an der Schule. Erika Lanzafame, Achtklässlerin an der Hauptschule Bünde, hat sich Gedanken zum Thema Internetfreundschaft gemacht: Manchmal passiert es, dass Menschen sich im Internet kennenlernen. Viele Leute können ihre Freunde ohne

Probleme treffen und mit ihnen reden. Aber wie hält eine Freundschaft an, wenn man weit voneinander entfernt wohnt? Heutzutage kann man sich immer über WhatsApp oder Instagram schreiben oder über Skype telefonieren.

Viele Menschen haben "Internetfreunde", mit denen sie viel schreiben. Man hat sich mehr zu erzählen, als den Menschen in der Nähe. Freundschaften können auch durch einen gemeinsamen Lieblingssänger entstehen. Durch das Internet wird man aufeinander aufmerksam und kann sich austauschen.

Fürs Kopftuch entschieden: Autorin Fatima trägt es freiwillig 

Fatima erklärt ihren Glauben

Von Fatima Abdallah, Klasse 8b

Bünde. Ich bin eine Libanesin und Schia. Für mich bedeutet Schia zu sein, dass ich jeden Tag bete und an die zwölf Propheten glaube. Das ist aber nicht alles. Ich glaube auch an Jesus Christus, was für eine Schia sehr wichtig ist.
Die Schia wird im Deutschen aus als Schiitentum oder Schiismus bezeichnet und ist mit fünfzehn Prozent die zweitgrößte Religion des Islams. Der Begriff Schia steht für den arabischen Begriff "schi'at'Ali". Die Schiiten betrachten Ali ibn Abi Talib, den Schwiegersohn und Vetter des Propheten Mohammed, als seinen direkten Nachfolger und Anführer. Ich habe mich freiwillig dazu entschlossen ein Kopftuch zu tragen.  Ich fühlte mich dazu bereit und fühle mich damit wohl.

Ein paar meiner ehemaligen Klassen-kameraden  verstanden    nicht,    warum  ich    am  christlichen  Religionsunterricht

teilnahm, da ich einen anderen Glauben habe als sie. Ich wurde als "ungläubig" bezeichnet. Solche Äußerungen empfand ich als unangemessen und respektlos gegenüber anderen Religionen. Für mich sollte Religionsfreiheit von allen respektiert und akzeptiert werden.
Ansonsten erfahre ich sehr positives Feedback aus meinem Umfeld. Die meisten Christen sind überrascht, wenn ich ihnen erzähle, dass Jesus Christus auch im Koran vorkommt. Ich bin besonders stolz auf meinen Glauben, weil wir eine Religion sind, die andere Glaubensarten akzeptiert und hoffe weiterhin meinen Glauben so ausleben zu können, wie es für mich richtig ist.

Auszüge aus der Neuen Westfälischen vom 14.12.2017

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