Hauptschule Bünde
 Hauptschule Bünde

 

1974/1975

 

 

Da das Gymnasium am Markt zu Anfang dieses Schuljahres für eine Übergangszeit 5 Klassenräume an der Hauptschule Bünde-Mitte zugesprochen bekam, wurde das Schulraumproblem immer gravierender. Es mussten alle Nebenräume als Behelfsklassenräume eingerichtet werden. Außerdem blieben weiterhin 3 Klassen nach Südlengern ausgelagert. Am 05.11.1974 konnte aber endlich der Erweiterungsbau bezogen werden und somit entspannte sich die Situation ein wenig.
Im März 1975 fand ein von Schülern und Lehrern ausgerichteter Wohltätigkeitsbasar für spastisch gelähmte Kinder statt. Mit dem Basar verbunden waren eine Ausstellung von Schülerarbeiten, die Aufführung eines Laienspiels, ein Märchenspiel, eine Diskothek sowie Kaffeestube und Würstchen- und Getränkestand. Die Gesamtveranstaltung erbrachte einen Reinerlös von 4.518,32 DM.

 

Erweiterungsbau der Hauptschule Bünde-Mitte wurde gestern bezogen

ssssssssssssssssssssssssssssssss
Bünde
. Es war 8 Uhr gestern morgen, als diese Aufnahme entstand. Vor dem Erweiterungsbau der Hauptschule Bünde-Mitte an der Heidestraße standen die Schülerinnen und Schüler der beiden achten Klassen und der drei neunten Schuljahre, um zusammen mit ihren Lehrern ihr neues Domizil zu beziehen. Es hat geraume Zeit gedauert, bis dieser Erweiterungsbau fertig wurde. Ursprünglich hieß es, er sollte schon zum Schuljahresbeginn nach den Sommerferien am 9. September bezogen werden. Am 12. Juli wurde der Bau gerichtet. Dann aber ging es immer langsamer voran, woran auch die vielen hoffnungsvollen Worte nichts änderten, die immer wieder von baldiger Fertigstellung zu berichten wussten.

Das neue Gebäude, das im Kellergeschoss zwei Lagerräume und die Gasheizungsanlage enthält, beherbergt im Erdgeschoss die Klassen 8a und 8b sowie die Verwaltungsräume und zwei Toilettenräume, die jedoch nur vom Schulhof aus zu betreten sind.
Im Obergeschoss sind die drei Klassen 9a, 9b und 9c untergebracht. Weiter befinden sich in dieser Etage ein modern eingerichteter Physikraum mit Vorbereitungsraum, zwei Räume, die für
Lehrerbücherei und als Lehrmittelraum verwendet
ssssssssssssssssssssssssss
werden können und gleichfalls zwei Toiletten. Alle Räume im Erweiterungsbau sind vom Verwaltungsraum über eine moderne Sprechanlage zu erreichen.
In den Verwaltungsräumen des Neubaus ist auch das Lehrerzimmer enthalten. Das bisherige Lehrerzimmer im alten Bau an der Heidestraße wird umgebaut und zusammen mit dem Direktorenzimmer zu einem Klassenraum vereinigt.
Konrektor Gustav Bergmeier, der den zur Zeit zur Kur weilenden Rektor Meißner vertritt, ist verständlicherweise über die räumliche Erweiterung seiner Schule erfreut, die manche Provisorien überflüssig macht. Vollends zufrieden aber wird die Hauptschule Bünde-Mitte erst sein können, wenn sie auch die drei sechsten Schuljahre unter ihrem Dach hat, die zur Zeit noch Gäste in Südlengern sind. Das aber wird noch einige Zeit dauern. Solange nämlich, bis die Klassen des Gymnasiums, die zur Zeit mit in der Hauptschule Bünde-Mitte untergebracht sind, ein eigenes Zuhause haben. Und darüber werden sicher noch mindestens zwei Winter ins Land gehen, hängt das doch vom Neubau des kürzlich im Bünder Rat beschlossenen Gymnasiums im Schulzentrum Bünde-Nord ab, der frühestens zum Schuljahr 1976 fertig sein könnte.

Das Ergebnis übertraf selbst die allerkühnsten Erwartungen
Wohltätigkeitsbasar der Schule Bünde-Mitte brachte über 4000 DM

Bünde. 4518,32 DM, das ist der Reinerlös aus dem Wohltätigkeitbasar, der von der Hauptschule Bünde-Mitte  veranstaltet wurde. Mit einem so  bemerkenswerten Ergebnis hatte wohl niemand gerechnet.    Das Geld wird der Spastikerhilfe zur Ver- fügung gestellt. An bei den Tagen, am Sonn- abend und Sonntag, herrschte in der Hauptschule Hochbetrieb während der Nachmittagsstunden.

Als wir uns am Sonnabendmittag vor Eröffnung des Basars in der Küche und im angrenzenden Vorratsraum umsahen und den riesigen Berg von Torten und Kuchen aller Art entdeckten, teilten wir die doch von Rektor Meißner gehegten Zweifel, das alles umsetzen zu können. Die Zweifel, waren unberechtigt. Nicht nur die Mengen, die wir sahen, fanden in den Kaffeestuben ihre Abnehmer am Sonntag war auch noch Nachschub geliefert worden, mit dem Ergebnis, dass nach Schluss des Basars nur noch zwei oder drei Topfkuchen übrig geblieben waren. Die Mütter der Schulkinder, die die vielen Torten und Kuchen daheim gebacken hatten und für den Basar spendeten, konnten für ihre Arbeit keine bessere Anerkennung finden.

Vor vielen Wochen schon war die Idee zu diesem Wohltätigkeitsbasar in der Schülermitverwaltung geboren worden. Zusammen mit einigen Lehrern machte man sich ans Werk, und in wochenlanger Arbeit wurde gebastelt,

gewerkt  und geschafft, dass sich die Tische am Sonnabend und Sonntag förmlich bogen unter der Last des überaus umfangreichen und interessanten Angebotes. Schon in den ersten Minuten nach Öffnung des Basars drängten sich die Besucher um die Tische, und die Damen an den Kassen hatten ein so einnehmendes Wesen, um das sie jedes Kaufhaus beneiden konnte.

In den Kaffeestuben in einem Pavillon der Schule waren derweil die Torten und Kuchen aufgebaut. Es wurde Kaffee gekocht am laufenden Band, und die diensthabenden Geister sorgten dafür, dass niemand lange zu warten brauchte. Dass der Kaffee ausgezeichnet schmeckte, sei hier ausdrücklich herausgestellt.

Aber nicht nur an den Verkaufstischen herrschte Betrieb an bei den Tagen. In der Aula der Schule hatte sich die Laienspielgruppe etabliert und wartete an jedem Tag mit drei Vorstellungen auf, während für die kleinen Besucher am anderen Ort eigens Märchenvorstellungen gegeben wurden.

In einer geschützten Ecke des Schulhofes standen indes die Wurstbrater und hatten einen so starken Umsatz, dass sie am ersten Nachmittag schon vor Schluss der Veranstaltung ausverkauft waren und für den nächsten Tag ein größeres Kontingent an Bratwurst einkauften.

Neue Westfälische vom 19.03.1975

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Hauptschule Bünde