Hauptschule Bünde
 Hauptschule Bünde

 

1987/1988

 

 

Weiter sinkende Schülerzahlen (397 Schülerinnen u. Schüler) führten dazu, dass in diesem Schuljahr nur noch zwei Klassen 5 eingerichtet werden konnten. Auch deshalb wurde die Umwandlung der Schule in eine Ganztagsschule aus Sicht der Schulleitung immer notwendiger.
Zunächst aber konnten am 17.09.1987 die neuen Werkräume eingeweiht und ihrer Bestimmung übergeben werden. Damit hatte an der Hauptschule Bünde-Mitte eine Komplettierung des Fachraumangebots stattgefunden, was für die Schülerinnen und Schüler der Schulform Hauptschule im Hinblick auf ihre spätere Berufsfindung von ganz besonderer Bedeutung ist.
Am 17.11.1987 beschloss der Rat der Stadt Bünde, mit Beginn des Schuljahres 1988/89 an der Hauptschule Bünde- Mitte probeweise für den neuen 5. Jahrgang den Ganztagsbetrieb einzuführen. Mit der Anmeldung im Februar 1988 mussten also die Eltern auch gleichzeitig darüber entscheiden, ob sie diese neue Schulform für ihre Kinder akzeptierten. Daher fand am 02.02.1988 ein Informationsabend über die pädagogische und organisatorische Konzeption des geplanten Ganztagsbetriebs für die Eltern und Lehrkräfte der 4. Grundschulklassen aller Bünder Grundschulen statt.
Am Tag der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse im Januar 1988 verabschiedete das Kollegium in einer kleinen Feierstunde Herrn Kupfer in den vorzeitigen Ruhestand.
Auch dieses Schuljahr hatte einen Höhepunkt mit den „Sporttagen“ vom 13.06. – 16.06.1988. Sie waren über 8 Monate hinweg geplant und vorbereitet worden. Den Schülerinnen und Schülern sollten einmal Sportarten näher gebracht werden, mit denen sie bis dahin wohl kaum Kontakt hatten. Dazu war man natürlich auf die Hilfe von Sportvereinen, Betreibern von Sportstätten, Sportgeschäften und vor allem die Mitarbeit und Unterstützung durch jeweils qualifizierte Übungsleiter angewiesen. Dankenswerterweise wurde diese Hilfe in hohem Maße gewährt und so konnten den Jungen und Mädchen folgende 22 Sportarten angeboten werden:
Jazzdance - Bodybuilding - Reiten - Sportschießen - Tennis - - Gerätetauchen - Karate - Rock’n Roll Tanz - Hockey - Sportkegeln - Squash - Surfen -Judo - Kanufahren - Badminton - Trampolinturnen - Rhönradturnen - Gesellschaftstanz Fechten - Segeln - Segelfliegen - Orientierungslauf.
Eine Gruppe von „Nichtsportlern“ stellte eine Dokumentation in Form einer Sportzeitung über diese 4 Tage zusammen. Die Schülerinnen und Schüler nahmen in unterschiedlich großen Gruppen an der Sportart ihrer Wahl teil und konnten an den ersten drei Tagen nicht nur Einblicke in die jeweilige Sportart gewinnen sondern diese vielfach auch aktiv ausprobieren. Am letzten Tag ergab sich dann für sie die Gelegenheit, bei einer „Schauveranstaltung“ auf dem Schulgelände zu zeigen, was sie gelernt hatten. So wurden auch die Eltern und die interessierte Öffentlichkeit über die Ergebnisse dieser Tage informiert.

 

Drei neue Technikräume an der Hauptschule eingeweiht

Rektor Pieper-Stadtdirektor Hagemeier

Bünde (bu). Ihren Rückstand aufgeholt, so Rektor Horst Pieper bei seiner Einweihungsrede, hat jetzt die Bünder Hauptschule in der Heidestraße. Stolz konnte er gestern im Rahmen einer kleinen Feier, zu der auch Bürgermeister Herbert Voß, Stadtdirektor Karl Hagemeier und die Vorsitzende des Schulausschusses Ursula Oevermann geladen waren, drei neue Technikräume der Hauptschule präsentieren. In den beiden Fachräumen, jeder mit einem Fassungsvermögen für etwa 20 Schüler, und der Lehrerwerkstatt sollen die Schüler auf ein Leben in einer

Techniklehrer Hermann Fleer

hochtechnisierten Umwelt vorbereitet

werden. »Gerade im Hinblick auf die Berufsfindung der Jugendlichen ist diese Komplettierung des Raumangebotes für die Schule so wichtig gewesen«, erklärte der Rektor. Jeder der neu eingeweihten Räume bietet einen besonderen Schwerpunkt: Holz- und Kunststoffverarbeitung sowie Bautechnik einerseits, Technisches Zeichnen, Elektro- und Informationstechnik sowie Metallver-arbeitung werden künftig für interessierte Schüler zum festen

Bestandteil des Stundenplans werden. Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem, von den beiden Fachräumen nur durch eine Glaswand getrennten Maschinenraum zu. Hier möchten wir den Kindern den Umgang mit den Maschinen demonstrieren und ihnen praktische Kenntnisse vermitteln«, erklärt Herrmann Fleer, Techniklehrer der Hauptschule. Zudem kann diese Demonstrationswerkstatt auch arbeitsvorbereitend genutzt werden.

Foto: Burghardt

Neue Westfälische vom 18.09.1987 

Rat entschied sich gestern einstimmig für neue Regelung

Ganztagsschule beginnt im Sommer '88 in Bünde

Bünde (ro). Mit Beginn des neuen Schuljahres im Sommer 1988 wird es in Bünde eine Ganztagsschule geben. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Mitglieder des Stadtrates gestern Abend. Alle Fraktionen stimmten der Umwandlung der Hauptschule Bünde-Mitte in eine Ganztagsschule zu. Die Umstellung erfolgt jahrgangsweise, so dass im kommenden Jahr zunächst nur die fünfte Jahrgangsstufe von der Neuregelung betroffen ist.

Aufgrund dieser Vorgehensweise habe sich eine Elternbefragung erübrigt, gab die SPD-Fraktion in der Ratssitzung bekannt. Mit der Anmeldung in der

Hauptschule Bünde sprächen sich die Eltern für die Ganztagsschule aus. Wer nicht dafür sei, könne sein Kind an der Hauptschule Bünde-Nord anmelden. Die Fahrkosten für Schüler, die dann die Schule in dem anderen Stadtteil besuchen, soll von der Stadt auf freiwilliger Basis übernommen werden.

Durch die neue Regelung des Schulbetriebs sollen lernschwache Schüler gefördert werden, außerdem soll die Umwandlung das Angebot im Stadtgebiet ergänzen und die Schulform Hauptschule aufwerten. Der Schulausschuss hat sich in diesem Jahr eingehend mit dem Planungskonzept befasst.

Die Voraussetzungen für einen derartigen Schulbetrieb hält der Rat für realisierbar.

Vom Regierungspräsidenten als obere Schulaufsichtsbehörde sei eine entsprechende Lehrerversorgung in Aussicht gestellt worden. Die finanziellen Aufwendungen für 1988 werden sich auf schätzungsweise 36.000 Mark für Essenszuschüsse, Schülerfahrkosten und Anschaffungen belaufen. 1989 sollen etwa 100.000 Mark für Umbaumaßnahmen und Einrichtung veranschlagt werden. Genaue Zahlen werden erst nach Abschluss der Anmeldungen im Februar '88 vorgelegt.

 

Bünder Zeitung vom 18.11.1987

Die   Sportlehrer der  Hauptschule Bünde-Mitte (von links) Rosemarie KeIlermeier, Horst Kleinebenne, Werner Meier und Friedrich Unterkötter sowie stellvertretender Schulleiter  Joachim  Weiß bereiten die „Sporttage 88“ vor. Foto: Nierste

Sporttage der HS Bünde-Mitte mit dem Ziel:

„Neue Sportarten anbieten ohne Wettkampfcharakter“

(jn) Die „Sporttage 88“ werden bei der Hauptschule Bünde-Mitte in diesem Jahr ganz Im Zeichen von Sportarten stehen, die üblicherweise Im Schulsport keinen Raum finden. Es wurde ganz bewusst darauf verzichtet, „traditionelle“ Schulsportarten wie Fußball oder Handball zu offerieren. Sportlehrer Werner Meier; „Die Schüler sollen auch einmal neue Dinge ausprobieren. Vor allem aber wollten wir in diesem Jahr Spiele anbieten, die nicht vom reinen Wettkampfcharakter geprägt sind.“

Vom 13. bis zum 16. Juni dauern die „Sporttage" der Hauptschule Bünde-Mitte, die als Ergänzung zu den Bundesjugendspielen gedacht sind. Ganz wie bei einer Projektwoche, werden in dieser Zeit die normalen Klassenverbände aufgelöst, und die Schüler dürfen sich der Sportart ihrer Wahl widmen.

„Die Schüler wurden von Anfang an der Planung beteiligt. Aus einer Liste von 35 Sportarten durften sie eine Vorauswahl treffen. Übriggeblieben sind 22 verschiedene Angebote“, so Werner Meier. Darunter befinden sich für den Schulbereich so ungewöhnliche Sportarten wie Rhönradfahren, Segelfliegen, Windsurfen oder Fechten. „Ohne die Unterstützung vieler Sportvereine wäre es uns gar nicht möglich gewesen, ein so umfangreiches Angebot auf die Beine zu stellen", unterstrich

Joachim Weiß, stellvertretender Leiter der Schule, die gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Klubs. So stellen mehrere Tennisvereine ihre Anlagen ebenso unentgeltlich zur Verfügung wie ein Squashcenter, ein Aeroklub und viele andere.

Pädagogisches Ziel der „Sporttage“ ist es, die Schüler mit neuen Sportarten bekanntzumachen und nach Möglichkeit ihr Interesse dafür zu wecken. Werner Meier: „Ein Beispiel: Wenn ein Schüler eh schon im Tennisverein ist, dann soll er ganz bewusst bei den Sporttagen mal etwas anderes versuchen."

Die Sportlehrer der Hauptschule Bünde-Mitte wünschen sich, dass die „Sporttage" dazu führen, dass „die Kinder vielleicht an der einen oder anderen Sportart hängenbleiben und sie dann auch privat weiter ausüben“, unterstreicht Werner Meier

Neue Westfälische vom 08.06.1988

Schüler stellen heute 22 Sportarten vor

sBünde (BZ/Ve). Die Sporttage '88 an der Hauptschule Bünde-Mitte nähern sich dem Höhepunkt. Am heutigen Donnerstag, 16. Juni, können Eltern, Freunde und Interessierte miterleben, wie verschiedene Vorführungen sowie die Vorstellung von Sportgeräten und Ausrüstungen gezeigt werden.

In  der  Zeit von  14 bis  18 Uhr  steht 

die  Schule  im wahrsten Sinne des Wortes kopf, wahrsten Sinne des Wortes kopf, wenn zum Beispiel Vorführungen mit dem riesigen Rhönrad (Foto) zur Schau gestellt werden. Ein »Insasse« erzählt: »Man fühlt sich wie ein Goldhamster im Laufrad! Aber schön ist es. «Insgesamt werden heute 22 Sportarten zu sehen sein, ein bunter Bilderbogen durch die

Welt des Freizeitsportes, der in Zukunft immer größere Bedeutung haben wird, wird geboten. Auch Sportarten, die nicht so häufig ausgeführt werden, wie Kanufahren, Segelfliegen, Trampolin-springen, Sportschießen oder Surfen werden vorgestellt. Vielleicht fesselt einige Besucher am Schautag eine der Sportarten so sehr, dass sie zum Hobby wird.

 

Bünder Zeitung vom 16.06.1988

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