Hauptschule Bünde
 Hauptschule Bünde

 

1994/1995

 

 

Mit Beginn dieses Schuljahres war die Hauptschule Bünde-Mitte nur noch die einzige Hauptschule im Bereich des Schulträgers. Sie erhielt daher die neue Bezeichnung:

 
Hauptschule der Stadt Bünde
- Ganztagsschule -
 

411 Schülerinnen und Schüler besuchten zu diesem Zeitpunkt die Schule. Die Anzahl der Lehrkräfte betrug 45 Damen und Herren. Unter den 22 gebildeten Klassen waren wieder 4 Förderklassen. Der Musikraum musste weiterhin als Klassenraum dienen.

Die Arbeit in den Förderklassen wurde finanziell auch vom Lions Club Bünde unterstützt. Aus Anlass der Gründung einer Dreier-Club-Partnerschaft zwischen den Lions Clubs von Bünde, Santos und Stratford weilte im August 1994 der Präsident des Lions Club International Prof. Dr. Guiseppe Grimaldi in Bünde. Am 30.08.1994 besuchte er mit einer internationalen Delegation die Hauptschule Bünde und man begutachtete den Unterricht in den Förderklassen. Die schwierige Arbeit mit diesen Schülerinnen und Schülern fand große Bewunderung und weitere finanzielle Zuwendungen wurden in Aussicht gestellt.

Am 14.10.1994 fand ein Spiel- und Sporttag auf dem Schulgelände statt. Die einzelnen Klassen bauten 22 verschiedene Spielstationen auf. An diesen Stationen mussten die Jungen und Mädchen unterschiedliche sportliche Hindernisbahnen bewältigen oder ihre Geschicklichkeit beweisen. Als Belohnung gab es Urkunden und kleine Preise. Alle Beteiligten nahmen diesen Tag mit großer Begeisterung an und hatten viel Spaß und Freude. Weitere Höhepunkte hatte dieses Schuljahr nicht zu bieten. Daher entschloss sich die SV zum Ausklang am 11.07.1995 den Spiel- und Sporttag unter gleichen Bedingungen zu wiederholen. Auch dieser Tag wurde ein voller Erfolg und trug zu einem harmonischen und gelungenen Abschluss bei.

 

Präsident der Lions traf verspätet ein

Integrationsklasse an Hauptschule Mitte besucht

Bünde (bg). Zur Enttäuschung aller „Lions“ war der erwartete „hohe Besuch“ nicht rechtzeitig erschienen. Komplikationen auf der Flugreise hielten den Internationalen Präsidenten von Lions 1994/95, Dr. med. Guiseppe Grimaldi, in Kopenhagen fest, so dass das Dienstagsprogramm zum größten Teil ohne ihn stattfinden musste. Die brasilianischen und englischen Lions ließen es sich aber trotzdem nicht entgehen, exemplarische karitative Einrichtungen in Bünde und Umgebung zu begutachten.

Zunächst besichtigte die Delegation aus Jose Menino ein internationales Drogenpräventionsprojekt, für Schüler der Gesamtschule Hiddenhausen, das vom Lionsclub Herford finanziert wurde.

Der zweite Programmschwerpunkt war für die Lions aus Stony Stratford vorgesehen.

Sie sollten sich einen Einblick in den Deutschunterricht für Aussiedler und Ausländerkinder einer der Förderklassen der Hauptschule Bünde-Mitte verschaffen. Nannette Rose, Rektorin einer Schule mit Integrationsklassen für Behinderte in der britischen Partnerstadt, weiß, wie schwer es ist, Kinder zur Toleranz zu erziehen. Auch John Jessup erinnerte daran, dass gerade in Großbritannien die Schüler, deren Eltern aus den ehemaligen Kolonien auf die Insel kamen, besonderen Problemen ausgesetzt sind.
In der Hauptschule Bünde-Mitte werden zurzeit 111 ausländische und 135 russlanddeutsche Schüler unterrichtet. Neben Sprachdefiziten hätten diese Kinder vor allem mit ethnisch begründeten Problemen zu kämpfen, so Regina Depke. Sie betreut die Förderklassen, die nach Leistungsstand und nicht nach dem Alter der Kinder zusammengestellt wurden.

 „Das Ziel“ unserer Arbeit soll keine totale Integration sein, so Horst Pieper, Leiter der Hauptschule. Vielmehr solle Toleranz und die Achtung vor der anderen Kultur die Grenze sein. Den Schülern müsse ihre kulturelle Identität gelassen werden, meint auch Ernst Tilly.

Um den Respekt gegenüber der Arbeit der Bünder Schule auszudrücken, überreichte Diethmar Mewes, Präsident des lC Bünde, ihrem Rektor eine finanzielle Anerkennung. John Jessup schloss sich dieser Geste an, und schenkte der Schule den Banner vom lC Stony Stratdford. Zur besonderen Freude der Clubmitglieder aus drei Nationen erreichte der Präsident des Lionsclubs gegen 13.30 Uhr doch noch sein Ziel an der Else, und konnte so zumindest bei den abendlichen Feierlichkeiten anwe- send sein. Auch zum Austausch von Medaillen kam es noch im Bünder Rathaus.

Die englische Delegation der Lions aus drei Nationen, die in Bünde zusammenkamen, begut-achtete den Deutsch-unterricht einer Integra-tionsklasse der Hauptschule Bünde-Mitte.

 

Prof. Dr. Guiseppe Grimaldi, der internationale Präsident der Lions-Clubs, war zur Ehre der übrigen Mitglieder einer der Gratulanten zur „Tri-Jumelage“ zwischen den lCs aus Stony Statford, Santos Jose Menino und Bünde (kleines Foto).

Fotos: Steinert

Neue Westfälische vom 31.08.1994

An der Hauptschule Bünde-Mitte doch noch „Trimm-Qlympiade“
Spiel- und Sporttag war der Renner

Bünde (ki). „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ - die Hauptschule Bünde-Mitte veranstaltete gestern ihren Spiel- und Sporttag, nachdem ein Lehrerausflug den eigentlichen Termin dieser Veranstaltung des Trimm-Festivals blockierte. Die rund 400 Schülerinnen und Schüler nahmen die 16 verschiedenen Spielchen, bei denen sie ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen sollten, dankbar an. Schließlich war es bei den hochsommerlichen Temperaturen angenehmer, auf dem Schulhof herumzutollen, als im Klassenzimmer zu hocken.

So bekannte Disziplinen wie Seilspringen, Dosenwerfen oder Torwandschießen standen ebenso auf dem Programm wie unbekanntere, zum Beispiel die Jux-Olympiade. Hier hatten die Schülerinnen und Schüler mit zusammengebundenen Beinen einen Hindernisparcours zu bewältigen. Ungewöhnlich auch die Fortbe-wegungsmethode auf dem Rollbrett, bei der die Teilnehmer sich mit ihren Händen vom Boden abstießen. Luftballons zerplatzen lassen, macht Spaß. In diesem Fall aber waren Geschick und Sprungkraft

gefragt, wenn die Schüler mit einer Nadelkappe auf dem Kopf wie ein Einhorn an den Ballon sprangen und versuchten, die Nadel in die dünne Gummihaut zu rammen.

 

Weil nicht jede Übung jedem Schüler gleichermaßen liegt, konnten die Heideschüler sich 13 Disziplinen aussuchen. Also hatte jeder sein individuelles Sportprogramm. Dass soviel sportlicher Spielspaß hungrig und durstig macht, war klar. Kleine Basarstände boten deshalb Obst, Pizza, Crepes und Hotdogs als Stärkungen an, Getränke und Eis sorgten für Erfrischung.

 

Torwandschießen einmal anders gesehen: von dort, wo der Ball hinsollte. Foto: Ossowski

Basketball werfen, Jux-Olympiade, Luftballonstechen und Ringewerfenwaren waren nur

4 Disziplinen beim Spiel- und Sportfest an der Hauptschule Bünde-Mitte.

Foto: Ossowski

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