Hauptschule Bünde
 Hauptschule Bünde

 

1995/1996

 

 

Mit annähernd der gleichen Schülerzahl sowie weiterhin 45 Lehrkräften und 22 Klassen startete man in dieses Schuljahr. Bei der Klassenbildung gab es eine Neuerung. Für Schülerinnen und Schüler, die ohne Chance auf einen Abschluss in einer Regelklasse waren, wurde eine „Berufsorientierte Abschlussklasse“ eingerichtet. Durch Projektunterricht und Zusammenarbeit mit den Berufsschulen sollte versucht werden, die Jungen und Mädchen auf diesem Wege doch noch einem Hauptschulabschluss näher zu bringen. Der Musikraum wurde weiterhin als Klassenraum benötigt.
Vom 04. – 06. 10.1995 veranstaltete die Hauptschule Bünde wieder einmal 3 Projekttage. Sie standen diesmal unter dem Thema „Suchtprävention“. In 22 Projekten wurden den Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten alternativer und sinnvoller Freizeitgestaltung vorgestellt, beschäftigte man sich mit der eigenen Gefühlswelt, behandelte das Drogenproblem selbst durch Herstellung von entsprechenden Plakaten oder stellte z.B. alkoholfreie Partygetränke her. Die Klassen 5 und die Förderklassen befassten sich mit diesem Thema in den Klassenverbänden. Mit viel Freude und Engagement beteiligten sich alle an den Projektarbeiten und präsentierten z. T. zum Abschluss auch ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit.
Der dritte Weihnachtsmarkt der Hauptschule Bünde fand am 01.12.1995 auf dem Schulgelände statt. Alle Klassen nahmen daran mit einem Stand in einem Klassenraum, unter einem festlich geschmückten Gartenzelt auf dem Schulhof oder einer Sonderaktion wie z. B. einer Tombola teil. Die vielen Besucher hatten Gelegenheit, Geschenke, Bastelarbeiten oder Weihnachtsschmuck zu erwerben oder Gespräche an den Essens- und Getränkeständen zu führen. Attraktion für die jüngsten Gäste waren die Reitrunden auf einem Pferd des Kollegen Herrn Karbach.
Im Rahmen einer Bereisung des Kreises Herford besuchte die Ministerin für Schulen und Weiterbildung des Landes NRW Frau Gabriele Behler am 23.02.1996 auch die Hauptschule Bünde. Sie wurde begleitet von Vertretern der Bezirksregierung, des Kreises Herford, der Schulämter und der Stadt Bünde als Schulträger. Thema der 3-stündigen Veranstaltung in der Aula der Schule war das Problem der „Frühabgänger“, das mit der Einrichtung der „Berufsorientierten Abschlussklasse“ als Versuch auch an der Hauptschule Bünde in diesem Schuljahr in Angriff genommen worden war. Man hatte am Schluss dieser Gesprächsrunde den Eindruck, dass die Ministerin diesem Problem gegenüber sehr aufgeschlossen war. Dieser Besuch war für die Hauptschule Bünde insgesamt ein bemerkenswertes Tagesereignis und von hohem Stellenwert für ihre positive Darstellung in der Öffentlichkeit.
Auch Baumaßnahmen bestimmten dieses ereignisreiche Schuljahr. Im März 1996 wurde mit den Umbauten der Umkleideräume und sanitären Anlagen sowie der Erweiterung des Geräteraumes der Turnhalle begonnen. Es folgte aus Sicherheitsgründen die Verlegung der Schulbushaltestelle an der Heidestraße in die zweite Parkbucht sowie die Anlage spezieller Zuführungen und Leitwege zum sicheren Ein- und Ausstieg in die Busse für die Schülerinnen und Schüler.
Am 23.05.1996 hatten einige Klassen die Gelegenheit, im Rahmen des Sportunterrichts mit dem Trainer und einigen Spielern des Handball-Bundesligisten TUS Nettelstedt zu trainieren. Die Kontakte hatte der Kollege Herr Unterkötter geknüpft. Nach den Trainingseinheiten standen die Spieler - unter ihnen einige Nationalspieler- den Mädchen und Jungen zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Diese Aktion fand bei allen Beteiligten großen Anklang.
Den Abschluss des Schuljahres bildete eine Sportabzeichenaktion am 01. u. 02.07.1996 für alle Schülerinnen und Schüler mit Abnahme der leichtathletischen Anforderungen und Testat der Leistungen im Schwimmen. Die Auswertung dieser Aktion hat gezeigt, dass sich der große Aufwand für alle Teilnehmer gelohnt hat.
Am letzten Schultag, dem 03.07.1996 verabschiedete sich die Kollegin Frau Klose mit einer Einladung in die Gaststätte Dustholz in den Ruhestand. Bei diesem festlichen Essen gab es auch viel Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und guten Wünschen für ihren neuen Lebensabschnitt.

 

Projekt zum Thema „Suchtprophylaxe" der Hauptschule-Mitte voller Erfolg
Die Freizeit sinnvoll gestalten

Bünde (He). Phantasiereisen, Jonglage, Rock’n Roll, Sportlich fit: Nur einige Themen der Projekttage an der Hauptschule Bünde-Mitte. Wo sonst reger Schullärm herrscht, sind derzeit die Jugendlichen mit vielseitigen Aufgaben beschäftigt, und nichts kann sie aus der Ruhe bringen.

Eifrige Hände basteln ein Gleitflugzeug, Naturfreunde erleben ihre Welt auf Gut Bustedt, Sportbegeisterte testen den Rock'n Roll. Aber alles dreht sich im Endeffekt um ein zentrales Thema: die Suchtprophylaxe. Drei Tage lang (4. - 6. Oktober) beschäftigten sich Schüler und Lehrer mit den selbst gewählten Projekten, 22 an der Zahl.

„Wir behandeln nicht nur die Drogenproblematik, sondern auch Alternativen“, das Projektteam um Schulleiter Horst Pieper erarbeitete mit großem Zeitaufwand und Einsatz verschiedene Themen zur sinnvollen Freizeitgestaltung. „Die Idee ist aus der demnächst anstehenden Aktionswoche  

"Sucht hat

immer eine

Geschichte"

eine Initiative der Drogenberatungsstelle Herford, entstanden", so Pieper. „Wir können aber leider nicht teilnehmen und haben uns überlegt, das Projekt einfach vorzuziehen.

Das momentane Ergebnis ist positiv. „Ich staune, wie viele Schüler mit Freunde dabei sind", erzählt Teammitglied Marie-Luise Burgdorf-Weiß. „Ich erlebe immer wieder, dass ein Großteil der Jugendlichen nachmittags vorm Fernseher hängt. Wir müssen ihnen Möglichkeiten zeigen, die Zeit nach der Schule interessant zu gestalten.“ Ihre Absicht ist, den Jugendlichen über die eigene Erlebniswelt den Problemen zu begegnen.

Mit großer Begeisterung basteln die Schülerinnen an ihrem Freund "Knuddeli', ein Stofftier zum Selbermachen, während die Jungen sich eher dem Go-Kart, den Modellarbeiten oder dem Gleitflugzeug widmen. Aus einer Klasse im ersten Stockwerk erklingt DJ Bobo. Unter dem Motto „Musik machen gegen Frust“ testen die Jugendlichen ihre Musikalität auf ganz verschiedenen Instrumenten und mit ihrer Stimme.

 

Unter dem Motto „Musik machen gegen Frust“ hauen  die Mädchen  und  Jungen kräftig in die Tasten. Auch die gesangliche Unterstützung durfte nicht fehlen. Vielleicht schlummern noch unentdeckte Talente in den Schülern

 

Foto Heemeyer    

Neue Westfälische vom 06.10.1995    

Projekttage: Schülerinnen und Schüler begeistert bei der Sache

Junge Mechaniker waren gestern bemüht, einen Rasenmähermotor in ein Go-Kart einzubauen. Im Rahmen der Projekttage der Hauptschule Bünde boten sich den Schülerinnen und Schülern zahlreiche Möglichkeiten, ihre Fähigkeiten auszuprobieren und neue 

 

Projekte

in der

Schule

 

zu erlernen.

Sprachbarrieren spielten bei den praktisch orientierten Arbeiten kaum noch eine Rolle. »Wir wollen den Jugendlichen - auch im Rahmen der Sucht-Vermeidung - Möglichkeiten aufzeigen, ihre Freizeit zu gestalten«, erklärte Schulleiter Horst Pieper.

 

Bünder Zeitung vom 06.10.1995

Duft nach Tannen und Gebäck

Bünde (ki). Der Duft nach Tannen und Gebäck wehte schon durch das Gebäude, als am Freitag der Weihnachtsbasar in der Hauptschule Bünde-Mitte eröffnet wurde. Anwesend zur Eröffnung war Bürgermeister Siegfried Hagemann, der anschließend einen Rundgang über diesen liebevoll arrangierten Markt machte.

Alle 22 Klassen der Schule machten mit und trugen ihren Teil dazu bei, ein reichhaltiges Angebot zu präsentieren. Dazu gehörten Dinge, die in wochenlanger Arbeit im Kunst-, Textil- oder Werkunterricht angefertigt wurden und an den Mann oder die Frau gebracht wurden, wie die vielen weihnachtlichen Gestecke, Geschenkkartons, Kissen oder Nisthilfen für

Vögel, aber auch Dinge, die zum Erstaunen der  Zuschauer erst hergestellt wurden, wie beispielsweise Kerzen. Fehlen durfte natürlich nicht Waffelbäckerei, Bratwurststand und Cafeteria zum stillen des kleinen und großen Hungers. Die Erlöse dieses Tages werden zu einem Teil für einen wohltätigen Zweck gestiftet.

Neue Westfälische vom  04.12.1995 - Foto: Ossowski

„Es bewegt sich viel in Schulen“

Herford (hab). Sonderpädagogische Förderung in der Grundschule, Frühabgänger an der Hauptschule, Schulsozialarbeit: Mit diesen Themen beschäftigte NRW-Schulministerin Gabriele Behler (SPD) sich gestern bei ihrem ersten offiziellen Besuch im Kreis Herford. „Es gibt hier ja viel, was sich bewegt“, stellte die Ministerin fest.

Tatsächlich verzichteten gestern alle auf allgemeines An- und Wehklagen - ganz im Sinne Behlers. Für die neue Ministerin ist auch in den Schulen angesagt, „sich auf die eigenen Stärken zu besinnen und zu sehen, was möglich ist“.

Erste Station des Besuchs, den Schulrat Christoph Höfer vorbereitet hatte, war die Albert-Schweitzer-Schule. Hier informierte Behler sich über Herforder Erfahrungen der Zusammenarbeit von Grund- und Sonderschulen:

In vier Grundschulen sind seit dem Sommer regelmäßig Sonderschullehrer zu Gast, um mit den Grundschulkollegen über schwierige Kinder zu reden und die für diese richtigen Förderkonzepte zu entwickeln. Höfer: „Die Kollegen in den Grundschulen sind zuerst auf die ganze Klasse, die Sonderschullehrer auf das einzelne Kind ausgerichtet. Es geht darum,

beide Sichtweisen zusammenzubringen". Erste Erfahrungen werden einhellig als positiv gewertet: „Vier Augen sehen mehr als zwei“, stellte Elke Tölke von der Mindener Straße fest. „Die Kollegen von der Sonderschule öffnen Türen für Sichtweisen, die viele von uns mit ihrem Mittelschichts-Hintergrund nicht mitbringen", sagte Monika Isemann (Diebrocker Straße).

Anfangs, gestand Konrektor Wörmann (Falkstraße) ein, habe es erhebliche Skepsis gegeben. Doch inzwischen sind alle des Lobes voll – „das hat ja auch Fortbildungscharakter“, stellte die Ministerin fest. Und das ohne zusätzliche LehrersteIlen…

Allerdings, so Brigitta Lojo Fabeiro (Mindener Straße), fehlt noch der „Dritte im Bunde“: Der städtische Sozialdienst (früher ASD), dessen Fachleute bei den „außerschulischen“ Defiziten helfen sollen. Herfords Beigeordneter Dr. Max Willebrand versprach Besserung - sobald die Umstrukturierung der sozialen Dienste abgeschlossen sei.

So wie Herforder Grundschulen sich für Sonderpädagogen öffnen, lassen weiter-führende Schulen draußen im Landkreis zunehmend Sozialarbeiter der Jugendämter an sich heran:

Häfer und Kreis-Sozialdezernent Thomas Gabriel entwickelten auf Anregung der Stadt Bünde ein flächendeckendes Modell von Schulsozialarbeit. Alle sind gespannt auf die Umsetzung, bei der man (fast) ohne zusätzliche Planstellen auskommen muss.

Aufhorchen ließ am Ende ein Modell der Hauptschulen Herford und Bünde-Mitte. Hier hat man sich der „Schulversager“ besonders angenommen: In Form je einer „F-Klasse“ (F steht für Frühab-gänger), in der die Leistungsschwäch- sten in der Schule mit „realistischen Anforderungen“ und strikter Ausrichtung auf die Arbeitswelt - Berufsschulen und Berufsberatung helfen dabei – „näher an den Hauptschulabschluss“ heran gebracht werden. Dabei wird die Mitarbeit der Jugendlichen per Vertrag vereinbart - wie sonst nur bei der Berufsausbildung.

Ministerin Behler hörte sehr genau zu, würdigte das hohe pädagogische Engagement - und verlangte weitere Berichte. Damit auch andere von Herforder Erfahrungen lernen.

 

Neue Westfälische vom 24.02.1996

HOHEN BESUCH aus Düsseldorf konnte gestern Horst Pieper, Schulleiter der Hauptschule Bünde-Mitte (r.), begrüßen; Gabriele Behler, Landesministerin für Schule und Weiterbildung (Mitte), war auf Informationstour im Kreis Herford unterwegs. Begleitet wurde sie von Oberkreisdirektor Kreibohm, Landrat Wattenberg, Stadtdirektor Gerhard Thees und Bürgermeister Siegfried Hagemann (v.I.). Die Ministerin zeigte sich beeindruckt von der Zusammenarbeit der Schulaufsichtsbehörde, des Kreisjugendamtes sowie den Schulträgern. »Ich habe eine Menge

Informationen bekommen«, so Gabriele Behler, »die man nicht in den Akten liest. « Über die Schulsozialarbeit referierte Sozialdezernent Thomas Gabriel. Die einzige zuverlässige Möglichkeit, Kinder und Jugendliche zu erreichen sei der Weg in die Schule. Die Zusammenarbeit von Jugendhilfe- und Schulträgern sei deshalb besonders wichtig. Spätestens vom Sommer dieses Jahres an soll an Gesamtschulen, Sonder- und Hauptschulen des Kreises Betreuung im Bereich der Schulsozialarbeit gewährleistet werden.

Bünder Zeitung vom 24.02.1996 -  Foto: Wirtz

Hauptschule Bünde-Mitte: Trainingseinheit im Handball mit dem TUS Nettelstedt
Bundesligaprofis mit Tipps und Tricks aus erster Hand
B ü n d e (mr). Für die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Bünde-Mitte konnte es keine bessere Belohnung geben: Nachdem sie sich bei der Handballeinheit mit Lehrer Friedrich Unterkötter kräftig ins Zeug gelegt hatten, bedankte sich dieser mit einer Trainingsstunde mit Bundesligastars des TuS Nettelstedt

Zum ersten Mal reiste so Nettelstedts neuer Trainer und frischgebackener Europapokalsieger Lajos Moscai, zuvor TBV Lemgo, zu einem Showtraining, in das die Schülerinnen und Schüler der Bünder Hauptschule mit eingebunden wurden. Im Schlepptau hatte der sympathische Coach gleich fünf Bundesligaspieler, die die Herzen die Jugendlichen höher schlagen ließen.

Ghenijadin Khalepo war ebenso in die Spradower Turnhalle gereist wie Bogdan Wenta, Torhüter Volker Hoffrnann, Linksaußen Jörg Borrmann und Kreisläufer Dirk Bäuchler. Doch der Respekt vor den Profis war schnell gewichen. In lockereren Aufwärmspielen jagten Schüler und Bundesligaspieler zusammen

durch die Halle. »Wir geben solche Trainingsstunden sehr gerne«, so Lajös Moscai, der mit einer Trillerpfeife die gut 80 Kinder durch die Sporthalle dirigierte. »Auf unserer Tribüne finden sich zahlreiche junge Gäste und natürlich sind wir auch daran interessiert, junge Menschen für den Handballsport zu begeistern«, erzählte Moscai am Rande der Trainingsstunde.

So durften sich die Mädchen und Jungen im Siebenmeterwerfen versuchen, doch fand die meisten ihren Meister in Volker Hoffrnann, der mit Tricks und Raffinesse auf der Linie parierte. Auch das Wurftraining stand auf dem prallgefüllten Programm, ehe eine Fragestunde in der Schule den gelungenen Vormittag abschloss.

Leitete mit viel Humor das Training der Schülerinnen und Schüler der Bünder Hauptschule: TuS Nettelstedts neuer Trainer  Lajos Moscai, der gleich fünf Bundesligaspieler mitgebracht hatte. 

Bünder Zeitung vom 28. 5. 1996 - Foto: mr

Fotoalbum:
Lehrerausflug nach Papenburg
Informationsveranstaltung beim WDR in Köln
Pädagogischer Tag in der Schule

(Fotos Brandhorst)

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