Hauptschule Bünde
 Hauptschule Bünde

 

2002/2003

 

 

Das neue Schuljahr verzeichnete eine abermalige Erhöhung der Schülerzahlen auf insgesamt 581 Jungen und Mädchen. Das bedeutete, dass nun 28 Klassen gebildet werden mussten. Daher wurde auf dem Schulhof ein weiterer Container mit 2 Klassenräumen aufgestellt. Außerdem wurde ein Erweiterungsbau mit 6 Klassenräumen auf dem Gelände des ehemaligen Gartens des Hausmeisters an der Heidestraße vom Schulträger genehmigt. Trotzdem mussten auch der Musikraum und der Kunstraum weiterhin als Klassenräume dienen.
Das Kollegium bestand nun aus 51 Damen und Herren. Neue Schulleiterin wurde Frau Rektorin Lubitz, die am 30.08. 2002 vom Schulamtsdirektor Herrn Wenzel in einer Lehrerkonferenz in ihr neues Amt eingeführt wurde. Frau Lubitz war vorher 2 Jahre als Konrektorin an der Hauptschule Vlotho tätig gewesen.
Am 18.01.2003 fand an der Hauptschule Bünde erneut ein Tag der offenen Tür für die Eltern der kommenden 5. Schuljahre statt. Leider ging die Besucherzahl auf 35 Väter und Mütter zurück. Trotzdem will die Schule dieses Angebot auch in Zukunft aufrechterhalten.

Der 25.02.2003 war der Tag der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Hauptschule Bünde und dem Autohaus Becker-Tiemann als Partnerfirma. Dies geschah im Rahmen des Projekts Schule &Co, dem die Hauptschule Bünde als kooptierte Schule angeschlossen ist und der damit verbundenen Idee KURS (Kooperation von Unternehmen in der Region und Schulen). Zentrale Inhalte der Vereinbarung sind vielfältige Hilfen im Bereich des Übergangs von der Schule in den Beruf für die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen.
Anfang März 2003 begannen die Bauarbeiten für den Erweiterungsbau mit den dringend benötigten 6 neuen Klassenräumen.
Die Hauptschule Bünde hatte sich zusammen mit 100 Schulen aller Schulformen an dem Landeswettbewerb „Qualität schulischer Bildung - neue Wege des Lernens“ beteiligt. Nach einem Besuch der Jury in der Schule am 21. 3. 2003 fand am 26.05.2003 in Soest die Preisverleihung statt. Dabei konnte die Hauptschule Bünde im Bereich der Schulform Hauptschule den 3. Platz erreichen. Die Urkunde und das Preisgeld von 500,- € bekam die Schulleiterin von der Ministerin Frau Schäfer für besondere Leistung im Bereich eigenverantwortlichen und selbstständigen Lernens und Arbeitens überreicht.

Im Rahmen des OECD Programms PISA war die Hauptschule Bünde als Teilnehmer an der Studie per Zufallsprinzip ausgewählt worden. Am 21./22.05.2003 mussten sich daher 25 ausgeloste Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 Jahren einem 4-stündigen Test im Fach Mathematik unterziehen. Die Testleiter kamen von außerhalb. Die Auswertung wurde vom Data Prozessing Center in Hamburg vorgenommen. Ergebnisse sollten der Schule 2005 vorliegen.
Das Schuljahr endete mit der traditionellen Entlassfeier am 15.07.2003 in der Aula der Schule. Dabei musste festgestellt werden, dass die zu Verfügung stehenden Plätze fast nicht mehr ausreichend waren, um der hohen Teilnehmerzahl gerecht zu werden. Hier wird in den kommenden Jahren eine andere Lösung gefunden werden müssen.

 

  Brigitte Lubitz ist die neue Rektorin der Bünder Hauptschule

 »Hier bin ich am richtigen Platz«
sB ü n d e (öse). Sie fühle sich in der Hauptschule Bünde genau am richtigen Ort, sagt Brigitte Lubitz, während ein zufriedenes Lächeln über ihre Mundwinkel gleitet. Seit dem 1. August ist sie die neue Leiterin der Hauptschule. »Und es war ganz toll, wie freundlich mich  die neuen Kollegen aufgenommen haben. Alle sind hier so engagiert«. In insgesamt vier verschiedenen Klassen unterrichtet sie das Fach »Wirtschaftslehre«. Dieser Unterricht beinhaltet eine Vorbereitung für die Berufswahl der Schüler.

In den Fächern Wirtschaftslehre, Deutsch, Geschichte und Politik absolvierte die mittlerweile 49-jährige Schulleiterin ihr Studium an der Pädagogischen Hochschule Bielefeld. Nach einer 24-jährigen Tätigkeit als Lehrerin an der Hauptschule Lübbecke war sie zwei Jahre lang Konrektorin an der Vlothoer Hauptschule. In der Planungsgruppe »Arbeitslehre« auf Regierungs-bezirksebene ist sie außerdem Moderatorin.

Auch wenn der Kontakt zu ihren jetzigen Schülern erst kurz sei, so habe sie dennoch ein sehr positives Bild von den jungen Leuten, so Brigitte Lubitz. Sie befürworte die Struktur der Abschlussklassen, in denen viel Wert auf einen positiven Berufseinstieg der Schüler gelegt würde. Den Weg, die Fachoberschulreife zu erreichen, hätten in diesem Jahr  33 Schülerinnen und Schüler der

Hauptschule gewählt. Von den zehnten Klassen sind es dann drei weitere, die sich in spezieller Weise mit der Berufsvorbereitung befassen. Bei einer Klasse handelt es sich um eine Schülerfirma. Dort werden Dinge - Textilien oder Holzarbeiten hergestellt, die dann auf dem normalen Markt, also nicht nur intern, zum Verkauf kommen. Die Schüler einer weiteren zehnten Klasse führen jeweils ein Tagespraktikum in einem Betrieb durch. Das geschieht immer am Donnerstag jeder Woche. Die Jugendlichen können so einen Einblick in die Arbeitswelt gewinnen, Kontakte zu einer eventuellen späteren Ausbildungs-stelle knüpfen. Für die dritte dieser erwähnten Klassen ist die praktische und auch handwerkliche Arbeit ein wichtiger Punkt. »Das alles beweist wohl allzu deutlich, wie breit gefächert

Brigitte Lubitz ist die neue Leiterin der Bünder Hauptschule. Dort stets neue Ideen einzubringen ist ihr Ziel. Foto: Brandhorst

das Potential der Hauptschule ist«, betont die neue Leiterin. Stets weitere Ideen einfließen zu lassen in diesen sowieso schon sehr lebendigsprudelnden »Fluss« an Aktivitäten, das solle ihr Vorhaben für die Zukunft sein.

Ein Teil der Klasse hat eine Fahrradwerkstatt eingerichtet, in der nicht nur die Mitschüler, sondern auch die Lehrer gern ihre »Drahtesel« reparieren lassen. Der Rest. der Schüler betreibt eine Tauschbörse, hauptsächlich in Sachen Oberbekleidung.

Bünder Zeitung vom 13.09.2002

Das Kollegium mit der der neuen Schulleiterin im September 2002

Ordentliche und solide Grundlage vermitteln
Hauptschule Bünde informierte Schüler und Eltern

•Bünde (hey). „Unsere Schule ist keine Sackgasse, sondern bei uns ist alles offen, besteht für jeden die Möglichkeit, sich nach dem Hauptschulabschluss weiterzubilden, gleich hier den sogenannten Realschulabschluss zu machen oder andere Qualifikationen sich selber zu erarbeiten“, erläuterte Brigitte Lubitz, Schulleiterin der Bünder Hauptschule, die am Samstagmorgen zahlreiche Eltern mit ihren Kindern zum Tag der offenen Tür begrüßen konnte.

Bevor sich diese für eine weiterführende Schulform entscheiden, besuchten die Viertklässler die Bünder Hauptschule, die sich in all ihren Facetten präsentierte. „Bei uns erhalten ihre Kinder eine ordentliche und solide Grundlage, mit der man sich sehen lassen kann“, so die Schulleiterin, die gleichzeitig darauf hinwies, dass viele Kinder aus der Grundschule in der Hauptschule richtig aufblühten. „Viele von ihnen hatten Schwierigkeiten in der Grundschule und erleben dann bei uns ihre ersten Erfolgserlebnisse.“ 

Am Samstagmorgen wurde auch zum ersten Mal die neue Kooperation der Schule mit dem BMW Autohaus Becker-Tiemann vorgestellt. „Wir freuen uns, einen so kompetenten Partner gefunden zu haben“, erklärte die Schulleiterin, und auch Christian Tiemann, Geschäftsführer von BMW Becker-Tiemann, sieht Vorteile bei dieser Kooperation für beide Seiten. Den Schülern werde früh deutlich gemacht, welche Anforderungen später in der Ausbildung und im Beruf warten. Gleichzeitig könnten schon in der Schulzeit erste Kontakte geknüpft werden, die später in

Praktischer Unterricht: Natürlich wurde auch an der Hauptschule Bünde ein Einblick in die Arbeit gegeben.       Foto: Tobias Heyer

einem Ausbildungsverhältnis fortgeführt werden könnten.

 

Bei einem gemeinsamen Rundgang lernten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Eltern die verschiedenen Fachräume kennen, wurden in einer Klasse gleich mit einem „Good morning“ begrüßt und erhielten so einen Eindruck, auf welch breiter Basis in der Bünder Hauptschule die Bildung der Kinder abhängig nach deren Talenten und Neigungen gefördert und aufgebaut wird.

Neue Westfälische vom 20.01.2003

Einblick in berufliche Wirklichkeit
Kooperationsvereinbarung zwischen Hauptschule Mitte und Autohaus BMW Becker- Tiemann unterzeichnet

•Bünde (ak). Zur Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung trafen sich gestern Vertreter des Autohauses BMW Becker-Tiemann und der Hauptschule Bünde Mitte. Im Rahmen des Projektes zur Berufsorientierung "KURS" sollen die Schüler durch eine unmittelbare Vereinbarung in die berufliche Wirklichkeit eingebracht werden.

Zur Zeit gibt es schon 21 bestehende Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen aus dem Kreis Herford, wobei jeweils eine Schule und ein Unternehmen eine Kooperationsverein-barung unterzeichnet haben. Die Inhalte dieser Kooperation sind sehr vielfältig. Sie reichen von Betriebserkundungen, Bewerbungs-schreiben und Durchführen

von Bewerbungsgesprächen bis hin zu Umweltschutz, Vermarktung eines Produktes oder die Erstellung von Gesprächsleitfäden oder Bedienungs-anleitungen auf Englisch. 

„Ein zentrales Handlungsfeld im Projekt "Schule & Co." ist der Übergang von der Schule zum Beruf,“ so Ralf Heemeier, Kreisdirektor des Kreises Herford vor der Vertragsunterzeichnung. „Im Rahmen der Berufsorientierung wurden vielfältige Teilprojekte entwickelt, unter anderem auch "KURS" - Kooperation von Unternehmen der Region mit Schulen.“

Zwischen zwei Bünder Schulen und Betrieben  besteht  bereits  schon eine Partnerschaft. „Die Kooperation läuft bis jetzt sehr erfolgreich,“ weiß Bürgermeisterin Anett Kleine- Döpke

Freude auf gute  Zusammenarbeit: Christian Tiemann, Anett Kleine-Döpke-Güse, Brigitte Lubitz und Ralf Heemeier unterzeichneten gestern die Kooperationsvereinbarung.

Güse. „Besonders beeindruckend finde ich, dass Schüler danach sagen, dass sie jetzt endlich wissen, warum sie in der Schule überhaupt lernen.

“Was den Kindern jetzt natürlich besonders gut gefiele sei, dass es sich bei dem neuen Partnerbetrieb um ein BMW - Haus handele. 

Auf erfolgreiche Zusammenarbeit freut sich auch Christian Tiemann. „Mit der Hauptschule Mitte haben wir mit Sicherheit einen kompetenten Partner gefunden. Da die Anforderungen im technischen Bereich immer größer werden, besteht natürlich immer ein Bedarf an qualifizierten Nachwuchs-kräften.“

Auch Schulleiterin Brigitte Lubitz äußert große Freude über die zukünftige Kooperation, nennt aber auch schon konkrete Wünsche und Erwartungen. „Gerade an den Hauptschulen ist die Berufswahl ein wichtiges Thema. Wir wünschen uns, dass unserer Partner Sorge für die ersten Schritte ins Berufsleben tragen wird, erwarten außerschulische Wertungen und erhoffen Rückmeldungen von kompetentem Personal aus einem erwachsenen Blickwinkel.“

Im Anschluss an diese lobenden Worte folgte die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung durch Ralf Heemeier, Anett Kleine-Döpke-Güse, Christian Tiemann und Brigitte Lubitz.

 

Neue Westfälische vom 26.02.2003 

Foto: Hans-Dieter Stöss

Zur Selbstständigkeit erziehen

Hauptschule Bünde bei „Neue Wege des Lernens“ ausgezeichnet

•Bünde (NW). Für ihre Erziehung zur Selbst-ständigkeit wurde die Hauptschule Bünde als einzige Hauptschule aus ganz Ostwestfalen-Lippe von Schul- und Jugendministerin Ute Schäfer ausgezeichnet. Die Preisverleihung im Landeswettbewerb "Qualität schulischer Bildung - Neue Wege des Lernens" fand am vergangenen Freitag im Landesinstitut für Schule in Soest statt

Im Bereich der Schulform Hauptschule errang die Hauptschule Bünde den dritten Platz und erhielt einen Preis in Höhe von 500 Euro, den Schulleiterin Brigitte Lubitz und Schülersprecher Vitalij Kaiser aus den Händen der Ministerin entgegen nahmen.

„Formen eigenverantwortlichen und selbstständigen Arbeitens, Trainingsbausteine und Teamentwicklungsverfahren prägen das pädagogische Profil der Schule“, so begründete die Laudatio die Entscheidung der Jury. Damit wird der innovative Gestaltungsansatz der Haupt-schule Bünde gewürdigt, der gemeinsam mit ihren Eltern

die verschiedenen Fachräume kennen, wurden in einer Klasse gleich mit einem „Good morning“ begrüßt und erhielten so einen Eindruck, auf welch breiter Basis in der Bünder Hauptschule die Bildung der Kinder abhängig nach deren Talenten und Neigungen gefördert und aufgebaut wird.

sich in den unterschiedlichen Jahrgangsstufen in spezifi-scher, altersangemessener Weise konkretisiert.

 

Klassen, die Interessenlagen und Fähigkeiten entsprechen

 

Während in den unteren Jahrgängen der Ausbau der Kommunikationsfähigkeit und die Teamentwicklung im Vordergrund stehen, zeigt die Erziehung zur Selbst-ständigkeit ihre besondere Ausprägung in den zehnten Klassen. Hier gibt es ein besonderes Schulkonzept, das es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, sich für eine Klasse zu entscheiden, die ihrer besonderen Interessen- lage und ihren Fähigkeiten entspricht.

So kann bei entsprechenden

Herzlichen Glückwunsch: Schul- und Jugendministerin Ute Schäfer (li.) Schülersprecher Vitalij Kaiser und Schulleiterin Brigitte Lubitz.

FOTO: BZ

 

Leistungen die Fachoberschulreife erworben werden. Außerdem kann projektorientiert in einer Klasse gearbeitet werden, die die Fahrradwerkstatt betreut. Aber auch eine Firmenklasse, die  fast  wie  ein richtiger Betrieb arbeitet, ist vorhanden. Eine weitere Möglichkeit besteht im Besuch der Tagespraktikumsklasse, wobei die jungen Leute hier einen Tag pro Woche in einem heimischen Betrieb arbeiten, um nähere Beziehungen zur Arbeitswelt zu entwickeln.

Dieses Schulkonzept hat die Wettbewerbsjury offensichtlich neugierig gemacht, so dass sie der Hauptschule Bünde am 18. März dieses Jahres einen Besuch abstattete, um sich vor Ort ein detailliertes Bild von den Aktivitäten dort zu machen. Die Auszeichnung im Wettbewerb „Qualität schulischer Arbeit - Neue Wege des Lernens“ beweist, dass das Konzept die Jury wirklich überzeugt haben muss.

Neue Westfälische vom 21.05.2003

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