Hauptschule Bünde
 Hauptschule Bünde

Voll motiviert: Schüler und Lehrer nahmen an einem Workshop in Vlotho teil und setzten sich mit Demokratie auseinander.                                                                                                                  Foto: Schoenfelder

Demokratie beginnt in der Schule

Workshop: Haupt- und Realschüler aus Bünde setzen sich in einem dreitägigen Seminar in Vlotho mit Entscheidungsprozessen auseinander

Bünde. 29 Schüler – darunter auch von der Hauptschule Bünde und der Realschule Bünde-Nord – trafen sich in Begleitung ihrer Schüler-Vertretungslehrer (SV-Lehrer) in Vlotho, um das notwendige Handwerkszeug zu erhalten, damit Mitwirkung in der Schule funktionieren kann.

    Wie können die einzelnen Schülervertretungen vom Wissen und den Erfahrungen anderer Schulen profitieren? Wie kann erfolgreiche SV-Arbeit aussehen? Wie können realistische Wunschprojekte in Zukunft umgesetzt werden? In einem dreitägigen Workshop entwickelten die Schülervertre-tungen unter Moderation von Anna Hartfiel und Jan Rakelmann (Stätte der Begegnung) im Rahmen einer Zukunftswerkstatt anfangs Visionen einer idealen SV. Dabei übernahmen sie nun für ein Jahr die Leitung der Schule. Alles konnte realisiert werden; es 

waren genügend Mittel (Geld, Zeit, Experten)   vorhanden und es gab keinerlei Beschränkungen.
       Die Ergebnisse wurden im Plenum präsentiert und diskutiert: Wasserspender im Foyer der Schule, freies WLAN, iPads für alle, einen klimafreundlichen Schulgarten, Hygienevorrichtungen wie Desinfektionsbehälter in Toilettenräumen.

       „Ich bin bisher total be-geistert von diesem Seminar, weil es für die eigene SV-Arbeit sehr hilfreich ist, sich mit anderen Schulen auszutauschen. Da genügend Zeit vorhanden war, konnten wir uns auch mit unserer SV-Lehrerin darüber unterhalten, was an der eigenen Schule verbessert werden kann. Mir ist klar geworden, dass all das, was wir an unserer Schule haben, nicht selbstverständlich ist“, meinte Laura Meider von der

Hauptschule Bünde.

       Anschließend ging es an die Umsetzung der Visionen. Dabei musste ein Konzept entwickelt werden, das Folgendes beinhaltet: Wer kümmert sich um was und wann? Welche Ansprechpartner werden gebraucht? Wie sieht die Finanzierung aus? Am Ende dieser intensiven Phase entstanden gute brauchbare Konzepte. Spätestens im kommenden Schuljahr sollen die Aktionen in den Schülerver-tretungen der Schulen in den Fokus genommen werden. Lehrerin Elke Schoenfelder von der Hauptschule Bünde freute sich über das Engagement der Jugendlichen sowie ihre Bereitschaft, Mitverantwortung und Eigeninitiative zu entwickeln, wenn sie Aufgaben übertragen bekommen und ernst genommen werden.

Im Planspiel „Schulkonferenz“ 

wurde lebhaft über die Ein-richtung eines Schulgartens und eines Gemeinschaftsraumes diskutiert. Die Schüler mussten einen Antrag formulieren, ihn ins Gremium einbringen und – wenn möglich – einen Beschluss fassen.

 

„Viele Sachen konnte ich nun aus einer ganz anderen Sicht kennenlernen. Wir Schüler wurden auch darin gestärkt, zu sagen, womit wir nicht zufrieden sind. Mir wurde klar, dass es Wege gibt, machbare Wünsche zu verwirklichen“, gefiel Haupt-schülerin Lisa Ettrich diese Arbeitsphase besonders gut. „Die drei Tage waren sehr lehrreich und ich gehe nun motiviert und mit einem festen Plan zurück zur Schule. Alle Probleme, die wir bei unserem Plan hatten, haben wir hier gelöst“, fasste Realschüler Kai Michael zusammen.

 

Neue Westfälische vom 28.06.19

Fotoalbum 
(Fotos Schoenfelder)

 
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