Hauptschule Bünde
 Hauptschule Bünde

Auf Exkursion: Die Teilnehmerunterwegs entlang der Berliner Mauer in der Bernauer Straße. Foto: Hauptschule Bünde

Zeitzeugen der DDR-Diktatur machen Geschichte lebendig

Schüler und Lehrer aus Bünde, Hüllhorst, Schweicheln und Stemwede erkunden historische Orte in Berlin

Bünde. „Wir sind total beeindruckt. Das Programm war super. An authentischen Orten zu sein und dort als Politiker Entscheidungen zu treffen, hat richtig Spaß gemacht. Die beiden Zeitzeugen sorgten für Gänsehautfeeling“, bewerteten die Schüler der Hauptschule Bünde die dreitägige Demo-kratiewerkstatt in Berlin.

 

Der diesjährige Schwerpunkt lag auf der Hauptstadt als Ort des Einmischens, der Erinnerung und des Mutmachens. Im Fokus standen Fragen wie „Spüren wir noch heute die Folgen der Teilung in Berlin? Wie lebten die 

Menschen entlang der Mauer? Wie ging das DDR-Regime mit politisch Andersdenkenden um? Was bedeutet Demokratie und wann und wodurch kann sie in Gefahr geraten? „Gerade diese Fragen lassen sich durch einen Projekttag in der Gedenkstätte Berlin-Hohen-schönhausen beantworten, wo Zeitzeugen darüber berichten, wie es war in einer Diktatur und Überwachungsgesellschaft zu leben“, betonte Organisatorin Anna Hartfiel von Stätte der Begegnung Vlotho. So berichteten die Zeitzeugen Gerd Zimmermann und Reinhard Fuhrmann sehr anschaulich über den Umgang mit

den Inhaftierten. Sie verdeut-lichten den Teilnehmern die drei Stufen der Zersetzung: Desorientierung, Isolation und Identitätsverlust durch die Stasi.

Im Anschluss daran konnten an Originalschauplätzen Mauer-durchbrüche und unterirdische Fluchten von Ost- nach Westberlin nachempfunden werden.

An der „Gedenkstätte Berliner Mauer“ in der Bernauer Straße waren die Folgen des Mauerbaus besonders drastisch, hier war der Ort tragischer Fluchtschicksale. Immer wieder stürzten sich Ostberliner aus den Fenstern ihrer Häuser, um in den Westteil

der Stadt zu gelangen.

Am nächsten Tag bekamen die Schüler durch ein Rollenspiel im Bundesrat einen Eindruck davon, wie es ist, Demokratie zu leben. Sie schlüpften in die Rolle von Abgeordneten und arbeiteten intensiv an einem fiktiven Gesetzesentwurf zum selbst-gewählten Thema „Führerschein ab 16 Jahren ohne Begleitung“. Sie erarbeiteten Pro- und Contra-Argumente, die sie in die Diskussion einbrachten.

 

NW vom 13.12.2019

Fotoalbum
Fotos: E. Schoenfelder

 
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